Genf: Der Kanton über­nimmt 50% der Kosten bei Frei­stel­lung von Mit­ar­bei­ten­den zu deren Wei­ter­bil­dung

Die «Fon­da­ti­on en faveur de la for­ma­ti­on pro­fes­si­onnel­le et con­ti­nue» (FFPC) des Kan­tons Genf über­nimmt 50% der anfal­len­den Kosten, wenn eine Firma Mit­ar­bei­ten­de für den Erwerb einer Berufs­aus­bil­dung frei­stellt.

Unter­stützt werden Aus­bil­dun­gen, die zu einem EFZ, einem EBA oder einem kan­to­na­len Zer­ti­fi­kat führen. Seit 2015 wird die Unter­stüt­zung auch aus­be­zahlt, wenn die Aus­bil­dung abge­bro­chen wird. Unter­richts­zeit, die nicht in die Arbeits­zeit fällt, wird nicht berück­sich­tigt.
Zur­zeit können alle Unter­neh­men, unab­hän­gig von ihrer Grösse, diese Unter­stüt­zung bean­tra­gen. Sie wird aus einem Son­der­bud­get der FFPC finan­ziert. Sollte die Arbeits­lo­sig­keit im Kanton unter 4% fallen, ist mit Ein­schrän­kun­gen zu rech­nen.

Quel­len:
Répu­bli­que et canton de Genève (2016): Former vos sala­riés en béné­fi­cant d’un sou­ti­en finan­cier (Link)
Cours des comp­tes (2015): Rap­port No92: Rap­port d’évaluation rela­tif à la poli­ti­que publi­que en matiè­re de for­ma­ti­on con­ti­nue : éva­lua­ti­on du chèque annuel de for­ma­ti­on et de l’accès des adul­tes à un pre­mier niveau de qua­li­fi­ca­ti­on, Kapi­tel 7.4 (down­load)
Répu­bli­que et canton de Genève (2008): FFPC Fonds can­to­nal gene­vois en faveur de la for­ma­ti­on pro­fes­si­onnel­le et con­ti­nue

Inter­pel­la­ti­on, Motion und Parl. Vor­stoss in den eid­ge­nös­si­schen Räten: Kon­kre­ti­sie­rung und Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve ver­langt!

Mar­ti­na Munz, SP Schaff­hau­sen stellt in einer Inter­pel­la­ti­on (14.3773) im Natio­nal­rat Fragen zum Bericht des SBFI, der leider wenig kon­kret sei. Unter dem Titel «Fonds für Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve in der beruf­li­chen Grund­bil­dung von Bund, Kan­to­nen und OdAs» lan­cier­te Anita Fetz SP Basel und 16 Mit­un­ter­zeich­nen­de im Stän­de­rat eine Motion (14.3927) sowie Felix Müri SVP Luzern und 30 Mit­un­ter­zeich­nen­de im Natio­nal­rat eine Par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ve (14.451). Der Staat soll die Grund­bil­dung für Erwach­se­ne för­dern und dazu unter ande­rem einen Fond schaf­fen, aus dem wäh­rend vier Jahren die Bil­dungs­kos­ten finan­ziert werden. (26. Sep­tem­ber 2014). Ein­zel­ne Tages­zei­tun­gen wiesen auf der Front­sei­te darauf hin!

UPDATES:

5. Novem­ber 2014 Die Inter­pel­la­ti­on Munz wurde beant­wor­tet. (Ant­wort)

28. Novem­ber 2014: Der Bun­des­rat bean­tragt die Ableh­nung der Motion Fetz, Mass­nah­men im Sinne der Motion seien ein­ge­lei­tet, der bean­trag­te Fonds nicht erfor­der­li­ch. (Stel­lung­nah­me)
11. Dezem­ber 2014: Zuwei­sung der Motion Fetz an die WBK-SR zur Vor­prü­fung. (Debat­te)
12. Febru­ar 2015: Behand­lung der Parl. Initia­ti­ve Müri in der WBK-NR (Der Initia­ti­ve wird Folge gege­ben.)
30. Juni 2015: Motion Fetz zurück­ge­zo­gen. - Ver­glei­che aber Pos­tu­lat 15.3796 vom 23. Juni 2015.
9. Juli 2015 Der Schwei­zer Arbeit­ge­ber­ver­band unter­stützt die Hal­tung der WBK des SR, den die Vor­stös­se hätten Kan­to­ne und OdA über­for­dert.
9. Sept. 2015: Behand­lung im NR: Der Initia­ti­ve wird Folge gege­ben.
3. März 2016: Behand­lung im SR: Die Ziel­set­zung wird befür­wor­tet, die Dis­kus­si­on soll aber im Rahmen der Dis­kus­si­on um die BFI-Bot­schaft erfol­gen. Der Initia­ti­ve wird keine Folge gege­ben (17 Ja, 21 Nein)

Kanton Zürich: Berufs­be­ra­tung für Erwach­se­ne ohne Lehr­ab­schluss kos­ten­los

Anläss­li­ch der Über­ar­bei­tung der Ver­ord­nung über die Berufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung hat der Regie­rungs­rat die Kos­ten­pflicht für Per­so­nen im Alter von über 20 Jahren auf­ge­ho­ben, sofern diese noch nicht über einen Lehr­ab­schluss ver­fü­gen. Die neue Bestim­mung ist seit 1. März 2014 in Kraft.
(Regie­rungs­rats­be­schluss Nr. 1338/​2013, vgl. www​.rrb​.zh​.ch)