Die PH Zürich führt dieses Jahr wieder sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch.

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2015 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Pro­gram­me und Doku­men­te aus andern Jahren finden Sie unter 2016 2015 2014.

Pro­gram­me der Kan­to­ne Bern und Solo­thurn

10. Januar 2017

Der Kanton Bern hat ein Kon­zept zur För­de­rung des Berufs­ab­schlus­ses ent­wi­ckelt, das von der Pro­jekt­lei­te­rin Maja Huber vor­stellt wurde.
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Das Schwei­zer Fern­se­hen hat mehr­fach über ein Ange­bot aus dem Kanton Solo­thurn berich­tet: die Vor­be­rei­tung von Schicht­ar­bei­tern auf den Abschluss als Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker. Weiter ist das Ange­bot des EBZ Olten bekannt. Renato Del­fi­ni, der von Anfang an dabei war, gab eine Über­sicht über die Akti­vi­tät im Kanton Solo­thurn, bei­spiels­wei­se wie es mög­li­ch war, dass der Kan­tons­rat im Rahmen einer Spar(!)debatte die Gebühr für die Zulas­sung zur Nach­hol­bil­dung nicht erhöht, son­dern gestri­chen hat!
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Aus­bil­dungs­chan­cen für Erwach­se­ne in der Arbeits­welt

13. März 2017

Wer eine Berufs­aus­bil­dung nach­ho­len will braucht einen Aus­bil­dungs­platz. Meist sogar zwei: eine Berufs­fach­schu­le und einen Aus­bil­dungs­be­trieb. An diesem Abend ging es um die Frage, welche Unter­neh­men bereit sind, auch Erwach­se­ne in die Aus­bil­dung auf­zu­neh­men. Cäci­lia Märki, Dach­ver­band der Wei­ter­bil­dung SVEB, unter­sucht, welche Betrie­be «Chan­cen­ge­ber» sind, was sie aus­zeich­net und was sie erwar­ten.
Véro­ni­que Polito, Mit­glie­der der Geschäfts­lei­tung der UNIA, die sich seit Jahren mit Berufs­bil­dungs­fra­gen befasst, ver­trat an diesem Abend die Arbeit­neh­mer­sei­te. Prä­sen­ta­ti­on C. Märki Prä­sen­ta­ti­on V. Polito  Zusam­men­fas­sung der beiden Vor­trä­ge

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Neue Ansät­ze in den Kan­to­nen Zürich und Tessin

18. Mai 2017 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

Der Kanton Zürich ent­wi­ckelt – mit Unter­stüt­zung des Bundes – sein System zum Erwerb von Abschlüs­sen durch Erwach­se­ne weiter. Chris­ti­na Vögtli, MBA Zürich, berich­tet über erste Ergeb­nis­se des von ihr gelei­te­ten Zür­cher Pro­jekts «Nach- und Höher­qua­li­fi­zie­rung auf der Ebene der beruf­li­chen Grund­bil­dung»

Was läuft eigent­li­ch bezüg­li­ch der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne im Tessin? Dieser Kanton ent­wi­ckelt immer wieder eigene, über­ra­schen­de Ansät­ze, wenn es um die Wei­ter­ent­wick­lung des Bil­dungs­sys­tems geht. Furio Bed­narz, Divi­sio­ne della for­ma­zio­ne pro­fes­sio­na­le, berich­tet (in Deut­sch) vom Tes­si­ner Pro­jekt «Zweite Chance» und ande­ren ein­schlä­gi­gen Mass­nah­men.

Wirk­sa­me Beglei­tung der Ler­nen­den - Vor­stel­lun­gen und Erfah­run­gen

29. Juni 2017 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

Emil Wett­stein, Berufs­bil­dungs­pro­jek­te, berich­tet ein­gangs über die für «Modell 2025» ange­stell­ten Über­le­gun­gen zur Beglei­tung von Erwach­se­nen wäh­rend der Pla­nung und der ergän­zen­den Aus­bil­dung von Erwach­se­nen auf dem Weg zum Berufs­ab­schluss.
Anschlies­send werden zwei Begleit­an­ge­bo­te vor­ge­stellt:

  • Fabi­en­ne Hostett­ler, Rea­li­sAc­tion, beglei­tet im Rahmen von frac Biel-Bienne seit Jahren Erwach­se­ne bei der Rea­li­sie­rung ihrer Berufs­aus­bil­dung, u.a. auch für die Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern (vgl. Vor­trag vom 12. Sep­tem­ber).
  • Mathi­as Zim­mer­mann stellt die «Abend­ein­hei­ten» vor, der Beglei­tung von Erwach­se­nen im Rahmen des Pro­gramms proBIP DUAL in Schlie­ren.
Ent­wick­lung und neue Ansät­ze in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

12. Sep­tem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

«2. Chance für eine 1. Aus­bil­dung», ein Pilot­pro­jekt der Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern. Guido Münzel, Geschäfts­lei­ter der Stif­tung, berich­tet über die ersten 18 Monate nach Start des Pro­jekts und zieht eine erste Zwi­schen­bi­lanz.
Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne aus der Sicht der Berufs­bil­dungs­äm­ter. Beat Schuler, Leiter des Amts für Berufs­bil­dung Zug und Prä­si­dent der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne der Schwei­ze­ri­schen Berufs­bil­dungs­äm­ter-Kon­fe­renz berich­tet aus seinem Kanton und aus der Arbeit der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe.

For­schung zum Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne

28. Novem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

Das SBFI hat 2016 zwei Unter­su­chun­gen in Auf­trag gege­ben:

  • Bedürf­nis­se der Arbeit­ge­ben­den
  • Befra­gung der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten

Die Pro­jekt­lei­te­rin, Irene Kriesi, EHB, wird berich­ten, welche Erkennt­nis­se zu den Bedürf­nis­sen der Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber gefun­den wurden. Sabina Schmid­lin, across•concept GmbH, und Martin Schmid, PH FHNW, werden die Resul­ta­te der Befra­gung von Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten dar­stel­len.

Ein Bei­spiel für die Zusam­men­ar­beit in der Nach­hol­bil­dung: Aus­bil­dung von Mau­rern und Stras­sen­bau­ern im Kanton Genf

Das Nach­ho­len eines EBA oder EFZ für erwach­se­ne Maurer/​innen und Strassenbauer/​innen ist im Kanton Genf bereits seit 2009 möglich, vgl. unsere Dar­stel­lung in Deut­sch und Fran­zö­si­sch. Das Vor­ge­hen hat sich inso­fern verändert, als heute vor­wie­gend die «direk­te Zulas­sung zur Abschlussprüfung» zur Anwen­dung kommt (in Genf spricht man vom Abschluss nach Arti­kel 32). Die Aus­bil­dung wird von einer Insti­tu­ti­on des Berufs­ver­bands ange­bo­ten, dem Insti­tut de For­ma­ti­on des métiers de la Con­struc­tion (IFC), die Kosten über­nimmt weit­ge­hend der Kanton bzw. die Fon­da­ti­on pour la for­ma­ti­on pro­fes­si­onnel­le et con­ti­nue (FFPC).

«10vor­10» berich­tet über Per­so­nen ohne Abschluss und die Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne.

«10vor­10» vom 18. August (Down­load) berich­tet in einem ersten Bei­trag über die Arbeits­lo­sig­keit von Per­so­nen ohne Abschluss (zur­zeit 9% anstel­le von 4.3% bei allen Erwerbs­tä­tig­kei­ten und beschreibt die Situa­ti­on von einer von rund 2000 jungen Müt­tern ohne Aus­bil­dung, im kon­kre­ten Fall von einer 22-jäh­ri­gen Frau mit einem 6-jäh­ri­gen Sohn, die eine kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung nach­ho­len möchte.
Im zwei­ten Bei­trag wird (einmal mehr) die Aus­bil­dung zum Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker beschrie­ben, die Fraisa Hol­ding ihren Mit­ar­bei­ten­den ermög­licht. Der SGB (Daniel Lam­part) ver­langt mehr Ange­bo­te, das Berner MBA (Theo Ninck) zeigt sich offen und bedau­er­te den gerin­gen Infor­ma­ti­ons­stand der Betrof­fe­nen und die man­geln­de Bereit­schaft der Bran­chen­ver­bän­de, aktiv zu werden.
Georg Shel­don ver­weist auf die Ursa­chen des sin­ken­den Stel­len­an­ge­bots für Unge­lern­te. Der Anteil unge­lern­ter Arbeits­kräf­te ist in Indus­trie und Gewer­be von 48% im Jahr 1980 auf 24% im Jahr 2010 gesun­ken (FAI Uni Basel).

Inter­pel­la­ti­on (NR): Zugang zur Arbeit für Migrant/​innen durch Vali­die­rung för­dern

NR Jac­ques-André Maire reich­te am 15. März 2016 eine Inter­pel­la­ti­on mit dem Titel «Favo­ri­ser l’accès au tra­vail pour les per­son­nes au béné­fice du statut de réfu­gié et d’une admis­si­on pro­vi­so­ire par la vali­da­ti­on des acquis» ein. (16.3091) Er fragt darin den BR, ob er im Vali­die­rungs­ver­fah­ren auch ein beson­ders gutes Instru­ment sähe um die Inte­gra­ti­on von vor­läu­fig Auf­ge­nom­men und Flücht­lin­gen in den Arbeits­markt und die Bil­dung zu erleich­tern. Ob er zudem bereits sei, die Kan­to­ne und OdA zu ermu­ti­gen, sys­te­ma­ti­scher auf dieses Instru­ment zurück­zu­grei­fen.

Update 4. Mai 2016: Stel­lung­nah­me des BR
Ziel des Vali­die­rungs­ver­fah­rens ist nicht eine all­ge­mei­ne Kom­pe­tenz­bi­lan­zie­rung, son­dern die Zer­ti­fi­zie­rung eines eid­ge­nös­si­sch aner­kann­ten Abschlus­ses. Es eignet sich nur, wenn inter­es­sier­te Per­so­nen die erfor­der­li­chen Pra­xis­jah­re vor­wei­sen und ver­gleich­ba­re Kennt­nis­se haben. Zur­zeit werden Grund­la­gen für die Anrech­nung von Bil­dungs­leis­tun­gen und erwach­se­nen­ge­rech­te Ange­bo­te ent­wi­ckelt. Die Ver­bes­se­rung der beruf­li­chen Inte­gra­ti­on von vor­läu­fig Auf­ge­nom­me­nen und Flücht­lin­gen ist ein wich­ti­ges Anlie­gen des Bun­des­rats. Wei­te­re Mass­nah­men werden gemein­sam von SBFI und SEM geprüft.

«Pro­gres­so» wird an der «Tages­schau» vor­ge­stellt.

In der Tages­schau des Schwei­ze­ri­schen Fern­se­hens vom 2. Januar wurde «Pro­gres­so» aus dem Pro­gramm von «Hotel & Gastro for­ma­ti­on» in einem 2:25 Minu­ten dau­ern­dem Bei­trag vor­ge­stellt und posi­tiv kom­men­tiert. Zum Wort kommen Mike Kuhn, Pro­jekt­lei­ter, H&Gf, und Roland A. Müller, Direk­tor Schwei­ze­ri­scher Arbeit­ge­ber­ver­band.

Ver­an­stal­tun­gen der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Zürich 2015

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2015 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Pro­gram­me und Doku­men­te aus andern Jahren finden Sie unter 2017 2016 2014.

Infor­ma­ti­on, Moti­va­ti­on - Erfah­run­gen mit dem Ein­gangs­por­tal

13. Januar 2015
Pat Schny­der, Stel­len­lei­te­rin BiZ Bott­min­gen, Amt für Berufs­bil­dung und Berufs­be­ra­tung Kanton Basel-Land Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Berufs­fach­schul­un­ter­richt im Rahmen der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

12. März 2015
Spe­zi­el­le Klas­sen für Erwach­se­ne 
Axel Patrick Buse, desi­gnier­ter Pro­rek­tor Grund­bil­dung für Erwach­se­ne, KV Zürich Busi­ness School Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Ergän­zen­de Bil­dung
Clau­dia Dietz, Lei­tung Abtei­lung Sozia­le Berufe, Berufs­fach­schu­le Win­ter­thur Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Erwach­se­ne in Regel­klas­sen
Sandro Sal­vet­ti, Fach­be­reichs­lei­ter Unter­halt und All­ge­mein­bil­dung, Gewerb­li­che Berufs­schu­le Wet­zi­kon Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Modu­la­ri­sie­rung in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

19. Mai 2015

Modu­la­ri­sie­rung – ein sinn­vol­ler Weg in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne?
Dieter Euler, Pro­fes­sor am Insti­tut für Wirt­schafts­päd­ago­gik der Uni­ver­si­tät St.Gallen Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Modu­la­ri­sie­rung in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Der Fall Genf
Cyril­le Salort, Direc­teur du Ser­vice de la for­ma­ti­on con­ti­nue Office pour l‘orientation, la for­ma­ti­on pro­fes­sio­nel­le et con­ti­nue (OFPC), Genf Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Migra­ti­on und Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

2. Juli 2015

Gugliel­mo Boz­zo­li­ni, Geschäfts­lei­ter ECAP Schweiz Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Kaspar Schnei­der, Leiter Sup­por­ted Employ­ment und Nach­hol­bil­dung, AOZ Zürich Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Sicht der Unter­neh­mun­gen auf die Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

15. Sep­tem­ber 2015

Erfah­run­gen der Swiss­com
Ruedi Negri, Pro­jekt­lei­ter, Swiss­com Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Erfah­run­gen von Hotel & Gastro for­ma­ti­on
Martin Schön­bäch­ler, Rektor, Hotel & Gastro for­ma­ti­on, Weggis Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Finan­zie­rung der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Zwei aktu­el­le Stu­di­en

29. Okto­ber 2015

Ange­bo­te gem. Berufs­bil­dungs­ge­setz
Miriam Frey, B,S,S. Volks­wirt­schaft­li­che Bera­tung 
Prä­sen­ta­ti­on Studie

Möglichkeiten und Gren­zen für die Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung
Martin Stal­der, KEK Bera­tung 
Prä­sen­ta­ti­on Bericht

Bil­dungs­po­li­tik

12. Novem­ber 2015

Podi­ums­ge­spräch
Teil­neh­men­de: Dieter Kläy, Leiter der Berufs­bil­dungs­kom­mis­si­on des kan­to­na­len Gewer­be­ver­ban­des Zürich, Kan­tons­rat FDPRalf Mar­grei­ter, Kan­tons­rat der Grünen, seit zwei Jahren an der Zür­cher KV Busi­ness School zustän­dig für Bil­dungs­be­ra­tung und Lehr­gangs­ent­wick­lung / Bruno Weber-Gobet, zustän­dig für Wei­ter­bil­dungs­po­li­tik beim Gewerk­schafts­dach­ver­band Tra­vail Suisse / Emil Wett­stein, Mode­ra­ti­on Zusam­men­fas­sung

D: Vali­Kom - eine von Arbeit­ge­ber­sei­te breit abge­stütz­te Initia­ti­ve zur Aner­ken­nung infor­mell erwor­be­ner Kom­pe­ten­zen

Die deut­sche Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Johan­na Wanka hat eine Aktion vor­ge­stellt, mit der die non-formal oder infor­mell erwor­be­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen von jün­ge­ren Erwach­se­nen aner­kannt werden sollen, ohne «Aufbau eines par­al­le­len Regel­werks zum for­ma­len Prü­fungs­we­sen». Im Rahmen der Initia­ti­ve Vali­Kom soll dazu ein Hand­lungs­leit­fa­den ent­wi­ckelt werden, basie­rend auf einem Abkom­men des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung mit dem Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK) und dem Zen­tral­ver­band des Deut­schen Hand­werks (ZDH). Pro­jekt­ko­or­di­na­tor ist der West­deut­sche Hand­werks­kam­mer­tag (WHKT), mit dabei ist das For­schungs­in­sti­tut für Berufs­bil­dung im Hand­werk an der Uni­ver­si­tät zu Köln.

Die Uhren­in­dus­trie bietet seit Jahren ein modu­la­res System an.

Die Uhren­in­dus­trie gehört zu den Bran­chen, die sich früh sys­te­ma­ti­sch mit der Aus­bil­dung von Erwach­se­nen beschäf­tigt haben. Seit 1994 tun sie dies mit einem modu­la­ren Pro­gramm, das zudem heute gestuft zu einem Eidg. Berufs­at­test und später zum Fähig­keits­zeug­nis führt:

Uhrenindustrie_cip

Mehr dazu in unse­rem Bericht über das dies­bzüg­li­che Ange­bot des cip in Tra­me­lan und bei der zustän­di­gen Orga­ni­sa­ti­on der Arbeits­welt, dem Con­ven­ti­on patro­na­le de l’industrie hor­lo­gè­re suisse

Hotel & Gastro for­ma­ti­on - ein umfas­sen­des Ange­bot

Seit 1993 schult «Hotel & Gastro for­ma­ti­on» im Auf­trag der Ver­trags­part­ner des Landes-Gesamt­ar­beits­ver­trags für das Gast­ge­wer­be Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ohne for­mel­len schwei­ze­ri­schen Berufs­lehr­ab­schluss. Hier geben wir einen Über­bli­ck über diesen Teil des Ange­bots von «H&Gf», hier finden Sie Unter­la­gen aus einer Prä­sen­ta­ti­on der Ver­ant­wort­li­chen an der PH Zürich.

Detail­han­del: Nach­hol­bil­dung in zwei Schrit­ten

Für Erwach­se­ne, die ihre Berufs­aus­bil­dung neben einer Erwerbs­tä­tig­keit nach­ho­len (Direk­ter Zugang zur Abschluss­prü­fung) ist es eine grosse Erleich­te­rung, wenn sie die Lehr­ab­schluss­prü­fung in zwei Schrit­ten able­gen können. Die Berufs­fach­schu­le des Detail­han­dels Bern bietet eine solche Mög­lich­keit an, wie ihr Bericht zeigt.

Pro­gre­dir, Aus­bil­dung für por­tu­gie­si­sche Frauen

Das im Kanton Waadt von ECAP und UNIA ange­bo­te­ne Pro­gramm «Pro­gre­dir» ermög­licht por­tu­gie­si­schen Frauen, die seit min­des­tens fünf Jahren im Kanton Waadt arbei­ten, einen Berufs­ab­schluss in den Bran­chen Hotel­le­rie, Restau­ra­ti­on, Gebäu­de­rei­ni­gung und Rei­ni­gung zu erwer­ben.

Infor­ma­tio­nen dazu in Deut­sch können unse­rem Bericht ent­nom­men werden, in Fran­zö­si­sch der Web­site des Pro­jekts. Inter­es­sant sind auch drei Berich­te von Teil­neh­me­rin­nen (Deut­sch) und ein ein­schlä­gi­ger Auf­satz in «L’Evénement syn­di­cal» No 30/​31 am 25. Juli 2012

Öster­reich: «Du kannst was!»

In Ober­ös­ter­reich wurde unter diesem Titel von den Sozi­al­part­nern in Zusam­men­ar­beit mit dem Land ein Modell zum Vali­die­ren von beruf­li­chen Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckelt, «Du kannst was!» Ent­spre­chen­de Ange­bo­te gibt es heute für zwölf Berufe, zwei wei­te­re Bun­des­län­der haben das Modell über­nom­men, die Akzep­tanz in der Wirt­schaft ist gross, das Inter­es­se am Modell beein­dru­ckend, vgl. unsere Dar­stel­lung.

Der Schwei­ze­ri­sche Arbeit­ge­ber­ver­band nimmt zur Nach­hol­bil­dung Stel­lung

Er «plä­diert für eine För­de­rung der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne, die noch über keinen beruf­li­chen Abschluss ver­fü­gen.» (hier) Die Initia­ti­ve Müri und die Motion Fetz, die jähr­li­ch 50 Mil­lio­nen Fran­ken dafür for­dern, lehnt er aber ab, denn sie «dürf­ten ins Leere laufen, da ins­be­son­de­re in den Kan­to­nen sowohl die gesetz­li­chen Grund­la­gen als auch die Voll­zugs­struk­tu­ren fehlen. Ein über­la­de­nes Pflich­ten­heft würde wohl auch die in der Berufs­bil­dung akti­ven Ver­bän­de über­for­dern.» Von zen­tra­ler Bedeu­tung sei, «dass sich die Mass­nah­men zur För­de­rung von Berufs­ab­schlüs­sen für Erwach­se­ne nach dem vor­han­de­nen Poten­zi­al sowie dem Bedarf auf dem Arbeits­markt aus­rich­ten. Zudem muss für die Teil­neh­men­den und ihre Arbeit­ge­ber ein nach­weis­ba­rer Mehr­wert ent­ste­hen, der sich etwa in ver­bes­ser­ten Arbeits­markt­chan­cen oder gestei­ger­ter Pro­duk­ti­vi­tät able­sen lässt. Daher ist eine mass­vol­le, aber ste­ti­ge Ent­wick­lung in diesem Bereich zwar ange­zeigt. Einen rein ange­bots­ge­trie­be­nen Ausbau von Bil­dungs­an­ge­bo­ten gilt es jedoch zu ver­hin­dern.»

Pfläs­te­rer decken ihren Fach­kräf­te­be­darf

Ein Berufs­ver­band nutzt die Nach­hol­bil­dung schon seit Jahren zur Deckung des Fach­kräf­te­be­darfs: Bei den Pfläs­te­rern sind zwei Drit­tel der Ler­nen­den Erwach­se­ne.

Kauf­män­ni­sche Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

Kauf­män­ni­sche Berufs­fach­schu­len ver­fü­gen über lang­jäh­ri­ge Erfah­rung mit der Vor­be­rei­tung von Erwach­se­nen auf die Lehr­ab­schluss­prü­fung bzw. das Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren. Wir sind des­halb daran, diesen Bereich aus­führ­li­ch zu beschrei­ben. Ein Doku­ment mit unse­ren bis­he­ri­gen Ergeb­nis­sen kann hier her­un­ter­ge­la­den werden.

Zwei wei­te­re, kurze Dar­stel­lun­gen betref­fen Mög­lich­kei­ten im Bereich der Ter­ti­är­stu­fe, rea­li­siert von SIB und EDUPOOL.

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Erste Resul­ta­te des Pro­gramms des Schwei­ze­ri­schen Bau­meis­ter­ver­ban­des

Der Schwei­ze­ri­sche Bau­meis­ter­ver­band hat das Pro­jekt “Beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne” lan­ciert. Die erste Etappe galt der Unter­su­chung bestehen­der inno­va­ti­ver Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren in der Schweiz. Dazu ist ein Bericht erschie­nen. Er ent­hält Emp­feh­lun­gen zu einer Bil­dungs­struk­tur, die die Bil­dungs­we­ge der Kan­di­da­ten in Betracht zieht, und zu erwach­se­nen­ge­rech­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren führt. (5.2.15)

Über 20 Jahr modu­la­re Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne in der Uhren­in­dus­trie …

… ori­en­tiert der Arbeit­ge­ber­ver­band der Schwei­ze­ri­schen Uhren­in­dus­trie (CP). Grund­la­ge ist ein «Pro­vi­so­ri­sches Regle­ment über die Aus­bil­dung von Erwach­se­nen nach modu­la­rem Bau­kas­ten­sys­tem» vom 26. März 2002 (Down­load). Die Aus­bil­dung wird in aus­ge­wähl­ten Aus­bil­dungs­zen­tren der fran­zö­si­schen Schweiz ange­bo­ten (Bro­schü­re, Pro­gramm 2014/​15) : le CIFOM-CEFNA (Le Locle), le CIP (Tra­me­lan), l’Ifage (Genève) et le Greta du Haut-Doubs en France voi­si­ne (Mor­teau et Maîche) (Karte). Im lau­fen­den Jahr weist das Pro­gramm 465 Ler­nen­de aus.