Ver­an­stal­tun­gen der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Zürich 2016

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2015 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Pro­gram­me und Doku­men­te aus andern Jahren finden Sie unter 2017 2015 2014.

Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne aus der Sozi­al­hil­fe: Bei­spie­le aus zwei Kan­to­nen

2. JANUAR 2016

Pilot­pro­jekt FORMAD
Anto­nel­lo Spa­gno­lo (chef de la sec­tion aide et inser­ti­on socia­le, Kanton Waadt) Prä­sen­ta­ti­on

ENTER. Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne der Sozi­al­hil­fe Basel-Stadt und Riehen
Silvan Surber (Pro­jekt­lei­ter, Bereich Mit­tel­schu­len und Berufs­bil­dung des Erzie­hungs­de­par­te­ments des Kan­tons Basel-Stadt) Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

All­ge­mein­bil­den­der Unter­richt (ABU) für Erwach­se­ne

17. März 2016

Marija Baric, ABU-​Lehr­per­son am Bil­dungs­zen­trum Gesund­heit und Sozia­les Chur, den Zwei­jah­res­kurs für All­ge­mein­bil­dung im Kanton Grau­bün­den vor, Thomas Büchi, Chef­ex­per­te All­ge­mein­bil­dung, Mit­tel­schul- und Berufs­bil­dungs­amt des Kan­tons Zürich, berich­te­te von Über­le­gun­gen und Erfah­run­gen aus dem Kanton Zürich.

Zwei­jah­res­kurs für All­ge­mein­bil­dung im Kanton Grau­bün­den
Marija Baric Prä­sen­ta­ti­on

Erfah­run­gen aus dem Kanton Zürich
Thomas Büchi Prä­sen­ta­ti­on

Zusam­men­fas­sung der zwei Refe­ra­te

Zusam­men­ar­beit von Behör­den und Ver­wal­tun­gen: Die Praxis im Kanton Zürich

17. Mai 2016

Podi­ums­ge­spräch
Teil­nah­me: Bri­git­te Han­sel­mann, Amt für Wirt­schaft und Arbeit (AWA), Kaspar Senn, Mit­tel­schul- und Berufs­bil­dungs­amt MBAMaris­sa Rosen­mund, Amt für Jugend und Berufs­be­rufs­be­ra­tung AJBEmil Wett­stein (Mode­ra­ti­on)

Zusam­men­fas­sung

Initia­ti­ven auf Bun­des­ebe­ne

30. Juni 2016

Pro­jekt «Berufs­ab­schluss und Berufs­wech­sel für Erwach­se­ne» des SBFI
Sabina Giger (Stell­ver­tre­ten­de Res­sort­lei­te­rin Matu­ri­tä­ten und Pro­jek­te, Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che, Staats­se­kre­ta­ri­at für Bil­dung, For­schung und Inno­va­ti­on) Prä­sen­ta­ti­on

Initia­ti­ven und Aktu­el­les aus der Abtei­lung Inte­gra­ti­on (SEM)
Thomas Fuh­ri­mann (Fach­re­fe­rent, Pro­jekt­lei­ter Inte­gra­ti­ons­vor­leh­re, Staats­se­kre­ta­ri­at für Migra­ti­on) Prä­sen­ta­ti­on

Initia­ti­ven und Rolle des SECO/​der ALV
Oli­vi­er Nuss­baum (Grup­pen­lei­ter Fach­li­che Voll­zugs­un­ter­stüt­zung RAV/​LAM/​KAST, Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft) Prä­sen­ta­ti­on

Nie­der­schwel­li­ger Zugang zum Gesund­heits­we­sen

Die Abschlüs­se «Pflegehelfer/​in SRK» und Assistent/​in Gesund­heit und Sozia­les EBA (AGS), 13. Sep­tem­ber 2016

Silvia Wigger Boss­hard, Direk­to­rin, SRK Schwei­ze­ri­sches Rotes Kreuz/​Kanton Zürich Prä­sen­ta­ti­on

Nicola Snozzi (Pro­rek­to­rin Gesund­heit, Berufs­bil­dungs­zen­trum Gesund­heit und Sozia­les, Sursee) Prä­sen­ta­ti­on

Erfolgs­mes­sung bei infor­mel­lem Lernen

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne bedeu­tet oft För­de­rung des infor­mel­len Ler­nens, sowie Erfas­sung und Bewer­tung der Ergeb­nis­se. Des­halb inter­es­siert, wenn sich das scil der Uni­ver­si­tät St. Gallen mit dem «Wert­bei­trag von (infor­mel­lem) Lernen» befasst. Die beiden erwähn­ten Metho­den zu dessen Erfas­sung, der ROI-Pro­zess und die Suc­cess-Case-Metho­de, dienen der Erfas­sung des Werts für den Arbeit­ge­ber, nicht für die/​den jeweilige/​n Ler­nen­den. Es geht also hier nicht um die Vali­die­rung im Hin­bli­ck auf die Ertei­lung eines Zer­ti­fi­kats, son­dern um die Ergeb­nis­se einer Aktion, bei­spiels­wei­se der Ver­mitt­lung von Basis­wis­sen oder der Beglei­tung des Ler­nens. Der Neu­ig­keits­ge­halt dieser beiden Model­le hält sich in Gren­zen, die Abläu­fe sind aber gut dar­ge­stellt, wie fol­gen­de Dar­stel­lung bei­spiel­haft zeigt.

scn

Robert Brinkerhoff’s Suc­cess Case Method
Quelle: Dinorah’s Learning Blog

Success-Case-Methode

Modu­la­re Aus­bil­dung im Ver­kauf für Junge Erwach­se­ne

Im Rahmen des EU-Pro­gramms «Leo­nar­do da Vinci» wurde eine Aus­bil­dung für junge Erwach­se­ne ohne Abschluss ent­wi­ckelt, in deren Rahmen ihnen ein Abschluss im Detail­han­del ver­mit­telt werden soll. Sei­tens der Schweiz haben sich der SVEB und ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen aus dem Tessin betei­ligt. Dort soll diese Aus­bil­dung ab Januar 2016 rea­li­siert werden, unter­stützt von der IV. (cfp-ocst)

Wie die Dar­stel­lung (Auszug aus der Prä­sen­ta­ti­on vom 14. Okto­ber 2015) zeigt, beginnt die «Second Chance» genann­te Aus­bil­dung mit einer sechs Monate dau­ern­den schu­li­sch orga­ni­sier­ten Basis­aus­bil­dung mit Übungs­la­den («Nego­zio-scuio­la»), gefolgt von einer betrieb­li­ch orga­ni­sier­ten, zwei­jäh­ri­gen beruf­li­chen Grund­bil­dung, modu­lar orga­ni­siert.

Vgl. auch Bed­narz Furio (2015): Second Chance - dare oppor­tu­ni­tà ai gion­va­ni a rischio di esclu­sio­ne socia­le. IN: EP 2015-3, 30-32.

Die Uhren­in­dus­trie bietet seit Jahren ein modu­la­res System an.

Die Uhren­in­dus­trie gehört zu den Bran­chen, die sich früh sys­te­ma­ti­sch mit der Aus­bil­dung von Erwach­se­nen beschäf­tigt haben. Seit 1994 tun sie dies mit einem modu­la­ren Pro­gramm, das zudem heute gestuft zu einem Eidg. Berufs­at­test und später zum Fähig­keits­zeug­nis führt:

Uhrenindustrie_cip

Mehr dazu in unse­rem Bericht über das dies­bzüg­li­che Ange­bot des cip in Tra­me­lan und bei der zustän­di­gen Orga­ni­sa­ti­on der Arbeits­welt, dem Con­ven­ti­on patro­na­le de l’industrie hor­lo­gè­re suisse

Öster­reich: «Du kannst was!»

In Ober­ös­ter­reich wurde unter diesem Titel von den Sozi­al­part­nern in Zusam­men­ar­beit mit dem Land ein Modell zum Vali­die­ren von beruf­li­chen Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckelt, «Du kannst was!» Ent­spre­chen­de Ange­bo­te gibt es heute für zwölf Berufe, zwei wei­te­re Bun­des­län­der haben das Modell über­nom­men, die Akzep­tanz in der Wirt­schaft ist gross, das Inter­es­se am Modell beein­dru­ckend, vgl. unsere Dar­stel­lung.