15% der Betrie­be mit freien Lehr­stel­len würden auch Erwach­se­ne als Ler­nen­de aufnehmen.

Im April ruft ask! jeweils die Aar­gau­er Betrie­be an, die im Lehr­stel­len­nach­weis noch offene Lehr­stel­len aus­wei­sen. Dieses Jahr waren es rund 1000 Betrie­be. Erst­mals wurden sie gefragt, ob sie auch Erwach­se­ne auf­neh­men würden. Diese Frage wurde von rund 15% der Betrie­be posi­tiv beant­wor­tet. (Quelle, Seite 2)

Die gute Nach­richt lautet somit: Es stan­den im April 17 im Aargau noch rund 150 Ausbildungsplätze für Erwach­se­ne zur Verfügung.
Die schlech­te: Für Erwach­se­ne ist die Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz rund acht­mal schwie­ri­ger als für Jugend­li­che, den nur 15% aller Betrie­be mit freien Lehr­stel­len ziehen auch erwach­se­ne Bewer­ber in Betracht.

Neue Publi­ka­ti­on zur beruf­li­chen Grund­bil­dung für Erwachsene

Aus­ga­be 2015-3 der Schwei­ze­ri­schen Zeit­schrift für Wei­ter­bil­dung «EP» ent­hält ein 30-sei­ti­ges Dos­sier zum Thema «Abschlüs­se ermög­li­chen». Unter ande­rem wird vom Aner­ken­nungs­ver­fah­ren des SRK berich­tet, in dessen Rahmen jähr­lich 3000 Aner­ken­nun­gen aus­ge­spro­chen werden. Didier Juil­lerat betont die Not­wen­dig­keit, neben der Aner­ken­nung bereits erwor­be­ner Komp­ten­zen auch «créer de nou­vel­le main d’oeuvre qua­li­fiée» und stellt als Bei­spiel die Aus­bil­dung zu Uhrenmacher/​innen dar, die seit 20 Jahren modu­lar erfolgt. Erst im Anlau­fen ist eine Tes­si­ner Initia­ti­ve zur Aus­bil­dung von Ver­kaufs­per­so­nal und René Schnee­be­li fragt, was zu tun ist, damit beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne den Kri­te­ri­en des Bil­dungs­raums Schweiz genügt.

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne im Detaihandel

Der Detail­han­del gehört zu den Bran­chen mit der höchs­ten Zahl an Berufs­ler­nen­den. Auch in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne ist er von beson­de­rer Bedeu­tung, unter ande­rem weil alle Wege ange­bo­ten werden, die regu­lä­re und die ver­kürz­te Grund­bil­dung, der direk­te Zugang zur Abschluss­prü­fung und das Vali­die­rungs­ver­fah­ren. Auch die Nach­fra­ge war in den ver­gan­ge­nen Jahren rela­tiv gross, einer­seits infol­ge der Ablö­sung eines Mono­pol­be­ru­fes der Post, ander­seits im Zusam­men­hang mit dem Über­gang von der zwei­jäh­ri­gen Ver­kaufs­leh­re zur drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung «Detail­han­dels­fach­man­n/-frau EFZ». Hier ist ein Bericht dar­über abge­legt und hier eine Mel­dung über ein Pilot­pro­jekt in Bern.

Pfläs­te­rer decken ihren Fachkräftebedarf

Ein Berufs­ver­band nutzt die Nach­hol­bil­dung schon seit Jahren zur Deckung des Fach­kräf­te­be­darfs: Bei den Pfläs­te­rern sind zwei Drit­tel der Ler­nen­den Erwachsene.

Infor­ma­tik-Lehre für Erwachsene

Der Zür­cher Lehr­be­triebs­ver­band ICT ( ZLI) stellt seine “Lehre für Erwach­se­ne” in einem Facts­heet vor.