All­ge­mein­bil­den­der Unter­richt vorholen

Erwach­se­ne, die einen ersten Berufs­ab­schluss erwer­ben wollen, müssen in der Regel noch den all­ge­mein­bil­den­dem Unter­richt (ABU) nach­ho­len. In ver­schie­de­nen Kan­to­nen kann dies bereits in der Pla­nungs­pha­se erfol­gen, also bevor Aus­bil­dungs­weg, Aus­bil­dungs­platz, Finan­zie­rung etc. end­gül­tig fest­ge­legt sind. Berufs­fach­schu­len bieten dazu ein­jäh­ri­ge Lehr­gän­ge an, umfas­send je einen Abend pro Woche, die im Rahmen des Lehr­gangs abge­schlos­sen werden. So stel­len Inter­es­sier­te rela­tiv früh fest, ob sie die Belas­tung einer berufs­be­glei­ten­den Aus­bil­dung bewäl­ti­gen. Die Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se wird ent­las­tet und ein erster Teil des Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­rens kann bereits erle­digt werden.

Hier zwei Beispiele:

Im Kanton Aargau bieten zwei Berufs­fach­schu­len ein­schlä­gi­ge Kurse an, die für Inter­es­sen­ten aller Berufe offen sind, die BF Gesund­heit und Sozia­les in Brugg und das Land­wirt­schaft­li­che Zen­trum Lie­begg in Grä­ni­chen. Inter­es­sier­te müssen in einem Test ihre Deutsch­kennt­nis­se unter Beweis stel­len, wobei Niveau B1 gem. Euro­päi­schem Refe­renz­rah­men ver­langt wird. Sie können also in dieser Zeit auch noch ihre Sprach­be­herr­schung ver­bes­sern, wird doch für den berufs­kund­li­chen Unter­richt Niveau B2 emp­foh­len. Die Lehr­gän­ge umfas­sen 170 Lek­tio­nen, das Schul­geld wird in vielen Fällen vom Kanton übernommen.

Im Kanton Zürich führt vor allem EB Zürich ein ein­schlä­gi­ges Ange­bot, ergänzt durch einen halb­jäh­ri­gen Inten­siv­kurs für Per­so­nen, bei denen bereits ein Vali­die­rungs­ver­fah­ren im Gang ist. Die Lehr­gän­ge umfas­sen 120 Lek­tio­nen und kosten 1200 CHF. Andere Bil­dungs­zen­tren bieten Kurse an, die in der Regel in der Qua­li­fi­zie­rungs­pha­se besucht werden, so das ZAG in Win­ter­thur (78 Halbtage).

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Neue Ansät­ze in den Kan­to­nen Zürich und Tessin

Chris­ti­na Vögtli, MBA Zürich, hat an der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Zürich über die lau­fen­den Ent­wick­lun­gen beim Zür­cher System zum Erwerb von Abschlüs­sen durch Erwach­se­ne berich­tet. Auch im Tessin ist Eini­ges im Gange, wie Furio Bed­narz, Divi­sio­ne della for­ma­zio­ne pro­fes­sio­na­le, an der glei­chen Ver­an­stal­tung darlegte.

Nun steht die Zusam­men­fas­sun­gen der beiden Vor­trä­ge zum Down­load bereit.

Die PH Zürich führt 2017 wieder sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch.

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2017 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Zusa­men­fas­sun­gen der Vor­trä­ge und Doku­men­te aus frü­he­ren Jahren finden Sie unter 2016 2015 2014.

Pro­gram­me der Kan­to­ne Bern und Solothurn

10. Januar 2017

Der Kanton Bern hat ein Kon­zept zur För­de­rung des Berufs­ab­schlus­ses ent­wi­ckelt, das von der Pro­jekt­lei­te­rin Maja Huber vor­stellt wurde.
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Das Schwei­zer Fern­se­hen hat mehr­fach über ein Ange­bot aus dem Kanton Solo­thurn berich­tet: die Vor­be­rei­tung von Schicht­ar­bei­tern auf den Abschluss als Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker. Weiter ist das Ange­bot des EBZ Olten bekannt. Renato Del­fi­ni, der von Anfang an dabei war, gab eine Über­sicht über die Akti­vi­tät im Kanton Solo­thurn, bei­spiels­wei­se wie es mög­lich war, dass der Kan­tons­rat im Rahmen einer Spar(!)debatte die Gebühr für die Zulas­sung zur Nach­hol­bil­dung nicht erhöht, son­dern gestri­chen hat!
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Aus­bil­dungs­chan­cen für Erwach­se­ne in der Arbeitswelt

13. März 2017

Wer eine Berufs­aus­bil­dung nach­ho­len will braucht einen Aus­bil­dungs­platz. Meist sogar zwei: eine Berufs­fach­schu­le und einen Aus­bil­dungs­be­trieb. An diesem Abend ging es um die Frage, welche Unter­neh­men bereit sind, auch Erwach­se­ne in die Aus­bil­dung auf­zu­neh­men. Cäci­lia Märki, Dach­ver­band der Wei­ter­bil­dung SVEB, unter­sucht, welche Betrie­be «Chan­cen­ge­ber» sind, was sie aus­zeich­net und was sie erwarten.
Véro­ni­que Polito, Mit­glie­der der Geschäfts­lei­tung der UNIA, die sich seit Jahren mit Berufs­bil­dungs­fra­gen befasst, ver­trat an diesem Abend die Arbeit­neh­mer­sei­te. Prä­sen­ta­ti­on C. Märki Prä­sen­ta­ti­on V. Polito  Zusam­men­fas­sung der beiden Vorträge

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Neue Ansät­ze in den Kan­to­nen Zürich und Tessin

18. Mai 2017

Der Kanton Zürich ent­wi­ckelt – mit Unter­stüt­zung des Bundes – sein System zum Erwerb von Abschlüs­sen durch Erwach­se­ne weiter. Chris­ti­na Vögtli, MBA Zürich, berich­tet über erste Ergeb­nis­se des von ihr gelei­te­ten Zür­cher Pro­jekts «Nach- und Höher­qua­li­fi­zie­rung auf der Ebene der beruf­li­chen Grund­bil­dung»  Down­load Präsentation

Was läuft eigent­lich bezüg­lich der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne im Tessin? Dieser Kanton ent­wi­ckelt immer wieder eigene, über­ra­schen­de Ansät­ze, wenn es um die Wei­ter­ent­wick­lung des Bil­dungs­sys­tems geht. Furio Bed­narz, Divi­sio­ne della for­ma­zio­ne pro­fes­sio­na­le, berich­tet (in Deutsch) vom Tes­si­ner Pro­jekt «Zweite Chance» und ande­ren ein­schlä­gi­gen Mass­nah­men.  Down­load Präsentation

Zusam­men­fas­sung der beiden Vorträge

Wirk­sa­me Beglei­tung der Ler­nen­den - Vor­stel­lun­gen und Erfahrungen

29. Juni 2017

Emil Wett­stein, Berufs­bil­dungs­pro­jek­te, berich­tet ein­gangs über die für «Modell 2025» ange­stell­ten Über­le­gun­gen zur Beglei­tung von Erwach­se­nen wäh­rend der Pla­nung und der ergän­zen­den Aus­bil­dung von Erwach­se­nen auf dem Weg zum Berufsabschluss.
Prä­sen­ta­ti­on Refe­rat (ergänzt) 
Anschlies­send werden zwei Begleit­an­ge­bo­te vorgestellt:

  • Fabi­en­ne Hostett­ler, Rea­li­sAc­tion, beglei­tet im Rahmen von frac Biel-Bienne seit Jahren Erwach­se­ne bei der Rea­li­sie­rung ihrer Berufs­aus­bil­dung, u.a. auch für die Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern (vgl. Vor­trag vom 12. Sep­tem­ber). Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung
  • Mathi­as Zim­mer­mann stellt die «Abend­ein­hei­ten» vor, der Beglei­tung von Erwach­se­nen im Rahmen des Pro­gramms proBIP DUAL in Schlie­ren. Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung
Ent­wick­lung und neue Ansät­ze in der Berufs­bil­dung für Erwachsene

12. Sep­tem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

«2. Chance für eine 1. Aus­bil­dung», ein Pilot­pro­jekt der Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern. Guido Münzel, Geschäfts­lei­ter der Stif­tung, berich­tet über die ersten 18 Monate nach Start des Pro­jekts und zieht eine erste Zwischenbilanz.
Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne aus der Sicht der Berufs­bil­dungs­äm­ter. Beat Schuler, Leiter des Amts für Berufs­bil­dung Zug und Prä­si­dent der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne der Schwei­ze­ri­schen Berufs­bil­dungs­äm­ter-Kon­fe­renz berich­tet aus seinem Kanton und aus der Arbeit der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe.

For­schung zum Berufs­ab­schluss für Erwachsene

30. Novem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

Das SBFI hat 2016 zwei Unter­su­chun­gen in Auf­trag gegeben:

  • Bedürf­nis­se der Arbeitgebenden
  • Befra­gung der Absol­ven­tin­nen und Absolventen

Die Pro­jekt­lei­te­rin, Irene Kriesi, EHB, wird berich­ten, welche Erkennt­nis­se zu den Bedürf­nis­sen der Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber gefun­den wurden. Sabina Schmid­lin, across•concept GmbH, und Martin Schmid, PH FHNW, werden die Resul­ta­te der Befra­gung von Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten darstellen.

Es tut sich was: Hand­buch Beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne, Vali­die­rung Medizinische/​r Praxisassistent/​in EFZ, Plakatwerbung

Es scheint, dass 2017 Eini­ges in Gang kommt:

  • Das SBFI unter­brei­tet ein «Hand­buch Beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne» zur Stel­lung­nah­me (Down­load, Frist bis 15. Mai 2017).
  • Der Kanton Zürich bietet für Inter­es­sier­te aus der ganzen Deutsch­schweiz ein Vali­die­rungs­ver­fah­ren für den Erwerb des Abschlus­ses «Medizinische/​r Praxisassistent/​in EFZ» an. Am 16. März findet/​fand der erste «Obli­ga­to­ri­sche Infor­ma­ti­ons­an­lass» für Inter­es­sier­te statt. (Mehr dazu beim biz Oer­li­kon).
  • Das Lauf­bahn­zen­trum der Stadt Zürich wirbt mit Pla­ka­ten im Welt­for­mat für eine kos­ten­lo­se Beratung.

Hoffen wir, dass sich auch finan­zi­ell eini­ges tut: Wer über die nöti­gen Qua­li­fi­ka­tio­nen ver­fügt kann sich diese via Vali­die­rung oder direk­tem Zugang zur Abschluss­prü­fung mit beschei­de­nen Kosten aner­ken­nen lassen. Wer aber einen gros­sen Teil der erfor­der­li­chen Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten zuerst erwer­ben muss, ist auch als Erwach­se­ner meist gezwun­gen eine Berufs­leh­re zu absol­vie­ren. Zwar wird der Lehr­lings­lohn oft etwas ange­ho­ben. Aber es ent­steht trotz­dem ein fünf­stel­li­ges Loch bei der Finan­zie­rung des Lebens­un­ter­halts. Glück­lich, wer dieses Loch via Sozi­al­hil­fe oder Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung schlies­sen kann. Viele Inter­es­sier­te schei­tern heute aber an diesem Pro­blem, vor allem wenn sie eine Fami­lie zu ernäh­ren haben!

Ver­an­stal­tun­gen der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Zürich 2016

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2015 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Pro­gram­me und Doku­men­te aus andern Jahren finden Sie unter 2017 2015 2014.

Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne aus der Sozi­al­hil­fe: Bei­spie­le aus zwei Kantonen

2. JANUAR 2016

Pilot­pro­jekt FORMAD
Anto­nel­lo Spa­gno­lo (chef de la sec­tion aide et inser­ti­on socia­le, Kanton Waadt) Prä­sen­ta­ti­on

ENTER. Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne der Sozi­al­hil­fe Basel-Stadt und Riehen
Silvan Surber (Pro­jekt­lei­ter, Bereich Mit­tel­schu­len und Berufs­bil­dung des Erzie­hungs­de­par­te­ments des Kan­tons Basel-Stadt) Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

All­ge­mein­bil­den­der Unter­richt (ABU) für Erwachsene

17. März 2016

Marija Baric, ABU-Lehr­per­­son am Bil­dungs­zen­trum Gesund­heit und Sozia­les Chur, den Zwei­jah­res­kurs für All­ge­mein­bil­dung im Kanton Grau­bün­den vor, Thomas Büchi, Chef­ex­per­te All­ge­mein­bil­dung, Mit­­­tel­­schul- und Berufs­bil­dungs­amt des Kan­tons Zürich, berich­te­te von Über­le­gun­gen und Erfah­run­gen aus dem Kanton Zürich.

Zwei­jah­res­kurs für All­ge­mein­bil­dung im Kanton Graubünden
Marija Baric Prä­sen­ta­ti­on

Erfah­run­gen aus dem Kanton Zürich
Thomas Büchi Prä­sen­ta­ti­on

Zusam­men­fas­sung der zwei Referate

Zusam­men­ar­beit von Behör­den und Ver­wal­tun­gen: Die Praxis im Kanton Zürich

17. Mai 2016

Podi­ums­ge­spräch
Teil­nah­me: Bri­git­te Han­sel­mann, Amt für Wirt­schaft und Arbeit (AWA), Kaspar Senn, Mit­tel­schul- und Berufs­bil­dungs­amt MBAMaris­sa Rosen­mund, Amt für Jugend und Berufs­be­rufs­be­ra­tung AJBEmil Wett­stein (Mode­ra­ti­on)

Zusam­men­fas­sung

Initia­ti­ven auf Bundesebene

30. Juni 2016

Pro­jekt «Berufs­ab­schluss und Berufs­wech­sel für Erwach­se­ne» des SBFI
Sabina Giger (Stell­ver­tre­ten­de Res­sort­lei­te­rin Matu­ri­tä­ten und Pro­jek­te, Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che, Staats­se­kre­ta­ri­at für Bil­dung, For­schung und Inno­va­ti­on) Prä­sen­ta­ti­on

Initia­ti­ven und Aktu­el­les aus der Abtei­lung Inte­gra­ti­on (SEM)
Thomas Fuh­ri­mann (Fach­re­fe­rent, Pro­jekt­lei­ter Inte­gra­ti­ons­vor­leh­re, Staats­se­kre­ta­ri­at für Migra­ti­on) Prä­sen­ta­ti­on

Initia­ti­ven und Rolle des SECO/​der ALV
Oli­vi­er Nuss­baum (Grup­pen­lei­ter Fach­li­che Voll­zugs­un­ter­stüt­zung RAV/​LAM/​KAST, Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft) Prä­sen­ta­ti­on

Nie­der­schwel­li­ger Zugang zum Gesundheitswesen

13. Sep­tem­ber 2016

Die Abschlüs­se «Pflegehelfer/​in SRK» und Assistent/​in Gesund­heit und Sozia­les EBA (AGS)

Silvia Wigger Boss­hard, Direk­to­rin, SRK Schwei­ze­ri­sches Rotes Kreuz/​Kanton Zürich Prä­sen­ta­ti­on

Nicola Snozzi (Pro­rek­to­rin Gesund­heit, Berufs­bil­dungs­zen­trum Gesund­heit und Sozia­les, Sursee) Prä­sen­ta­ti­on

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Her­aus­for­de­run­gen für die Verbundpartner

10. Novem­ber 2016

Das ursprüng­lich vor­ge­se­he­ne Podi­ums­ge­spräch «Die Rolle von Bund, Kan­to­nen und Orga­ni­sa­tio­nen K020 der Arbeits­welt» wurde zu einer Tagung aus­ge­wei­tet, an der PH durch­ge­führt von der Schwei­ze­ri­schen Gesell­schaft für ange­wand­te Berufs­bil­dungs­for­schung. Tagungs­be­richt

Der Kanton Zürich plant eine Geset­zes­än­de­rung, um die Nach­hol­bil­dung kos­ten­los zu machen.

Im Kanton Zürich wohn­haf­te Erwach­se­ne, die noch einen Berufs­ab­schluss erwer­ben wollen ohne über einen Lehr­ver­trag zu ver­fü­gen, müssen zur­zeit in vielen Fällen einen gros­sen Teil der Kosten für Vor­be­rei­tung selbst berap­pen. Das soll sich ändern: Der Regie­rungs­rat hat am 9. Novem­ber 2016 eine Revi­si­on des Ein­füh­rungs­ge­set­zes zum Bun­des­ge­setz über die Berufs­bil­dung in Ver­nehm­las­sung gege­ben. Wie der Amts­chef des MBA, Marc Kummer, anläss­lich einer Tagung von SGAB und PH Zürich am 10. Novem­ber aus­führ­te, sollen die vor­ge­se­he­nen Ände­run­gen - sofern sie den Gesetz­ge­bungs­pro­zess über­ste­hen - unter ande­rem dazu führen, dass der Erwerb eines Abschlus­ses auf allen vier Wegen kos­ten­los wird.

Gemäss RRB geht es aber aus­schliess­lich darum, durch Kor­rek­tur von §15d EG den Besuch der Berufs­fach­schu­le kos­ten­los zu machen, unab­hän­gig vom Weg, der gewählt wird: Eine Person wird zum unent­gelt­li­chen Besuch der Berufs­fach­schu­le zuge­las­sen, wenn: 
.…
sie sti­pen­di­en­recht­li­chen Wohn­sitz im Kanton Zürich hat und sich in Anwen­dung von Art. 31 und 32 der Ver­ord­nung über die Berufs­bil­dung vom 19. Novem­ber 2003 (Berufs­bil­dungs­ver­ord­nung, BBV)1 auf das Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren vorbereitet.

UPDATE 8. Sept. 2017

In der Ver­nehm­las­sung ist die vor­ge­schla­ge­ne Ände­rung zur För­de­rung der Nach­hol­bil­dung posi­tiv auf­ge­nom­men worden, doch andere Punkt sind umstrit­ten. «Die Geset­zes­än­de­rung folgt des­halb zu einem spä­te­ren Zeit­punkt.» teilt der Regie­rungs­rat in einer Medi­en­mit­tei­lung mit.

Aus­bil­dungs­zu­schüs­se, eine wich­ti­ge Mög­lich­keit zur Finan­zie­rung einer Berufsausbildung

Die Aus­bil­dungs­zu­schüs­se sind eine Arbeit­markt­mass­nah­me, die für Stel­len­su­chen­de ab 25 Jahren die Finan­zie­rung einer Berufs­leh­re ermög­lich. Die zustän­di­ge Abtei­lung des AWA Zürich hat uns eine Ana­ly­se ihrer Tätig­keit in diesem Bereich ermöglicht.

Im Kanton Solo­thurn werden die Gesuch­stel­ler im Auf­trag der Behör­de von «Step4″ beglei­tet, vgl. unse­ren Bericht dazu und die Prä­sen­ta­ti­on als Mass­nah­me im Rahmen der Fachkräfteinitiative

Pos­tu­lat (Kt. Zürich): Erwei­te­rung erwach­se­nen­ge­rech­tes Angebot

Mit Pos­tu­lat 138/​2016, ein­ge­reicht am 11. April 2o16 von Karin Fehr Thoma (Grüne, Uster), Jac­que­line Peter (SP, Zürich) und Hans­pe­ter Hugen­to­bler (EVP, Pfäffikon), wird der Regie­rungs­rat gebe­ten, «das Ange­bot an erwach­se­nen­ge­rech­ten Berufs­bil­dungs­an­ge­bo­ten aus­zu­bau­en, ins­be­son­de­re für stark nach­ge­frag­te Berufe in Bran­chen mit Fachkräftemangel.
Ent­wick­lung sowie Bereit­stel­lung der ent­spre­chen­den Ange­bo­te sollen in enger Zusam­men­ar­beit mit den betrof­fe­nen Orga­ni­sa­tio­nen der Arbeits­welt und wo nötig in Koor­di­na­ti­on mit ande­ren Kan­to­nen erfolgen.»

In der Begrün­dung wird auf die Mög­lich­keit hin­ge­wie­sen, För­der­gel­der beim Bund zu beantragen.

Lehr­stel­len­bör­se für Erwach­se­ne lanciert

Das RAV Zürich Staf­fel­stras­se setzt sich sehr für die län­ger­fris­ti­ge Aus­bil­dung von Stel­len­lo­sen ohne Berufs­aus­bil­dung ein. Am 16. Juni 2016 führte es eine «Lehr­stel­len­bör­se» durch. Fünf­zig Stel­len­lo­se aus ver­schie­de­nen Quar­tie­ren der Stadt nahmen teil, wei­te­re muss­ten aus Platz­grün­den abge­wie­sen werden.

In zwei kurzen Refe­ra­ten wurde vor­erst über Aus­bil­dungs­zu­schüs­se und den Zür­cher Aus­bil­dungs­ver­bund BVZ ori­en­tiert. Bei einem Apero konn­ten sich dann (Lehr)Stellensuchende und Arbeit­ge­ber kennen lernen. Acht KMU waren ver­tre­ten, dar­un­ter drei aus dem Gastro­be­reich. Dazu gab es Info­stän­de des Lauf­bahn­zen­trums Zürich und des BVZ zur Nach­hol­bil­dung, die auf sehr gros­ses Inter­es­se stiessen.

Ange­sichts des gros­sen Inter­es­se sei­tens der Stel­len­lo­sen soll der Anlass wie­der­holt werden. Wünsch­bar wäre, dass sich auch einige grös­se­re Unter­neh­men betei­li­gen würden.

Infor­ma­ti­ons­blatt

Vali­die­rungs­ver­fah­ren: Fort­schrit­te im Kanton Zürich

Erst­mals soll es mit dem Vali­die­rungs­ver­fah­ren auch mög­lich sein, ein Berufs­at­test zu erwer­ben, den Abschluss «Assistent/​in Gesund­heit und Sozia­les». Anbie­ter ist der Kanton Zürich, der zudem seine Vali­die­rungs­ver­fah­ren pra­xis­be­zo­ge­ner aus­rich­ten wird. (Medi­en­mit­tei­lung)

Ver­an­stal­tun­gen der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Zürich 2015

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2015 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Pro­gram­me und Doku­men­te aus andern Jahren finden Sie unter 2017 2016 2014.

Infor­ma­ti­on, Moti­va­ti­on - Erfah­run­gen mit dem Eingangsportal

13. Januar 2015
Pat Schny­der, Stel­len­lei­te­rin BiZ Bott­min­gen, Amt für Berufs­bil­dung und Berufs­be­ra­tung Kanton Basel-Land Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Berufs­fach­schul­un­ter­richt im Rahmen der Berufs­bil­dung für Erwachsene

12. März 2015
Spe­zi­el­le Klas­sen für Erwachsene 
Axel Patrick Buse, desi­gnier­ter Pro­rek­tor Grund­bil­dung für Erwach­se­ne, KV Zürich Busi­ness School Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Ergän­zen­de Bildung
Clau­dia Dietz, Lei­tung Abtei­lung Sozia­le Berufe, Berufs­fach­schu­le Win­ter­thur Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Erwach­se­ne in Regelklassen
Sandro Sal­vet­ti, Fach­be­reichs­lei­ter Unter­halt und All­ge­mein­bil­dung, Gewerb­li­che Berufs­schu­le Wet­zi­kon Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Modu­la­ri­sie­rung in der Berufs­bil­dung für Erwachsene

19. Mai 2015

Modu­la­ri­sie­rung – ein sinn­vol­ler Weg in der Berufs­bil­dung für Erwachsene?
Dieter Euler, Pro­fes­sor am Insti­tut für Wirt­schafts­päd­ago­gik der Uni­ver­si­tät St.Gallen Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Modu­la­ri­sie­rung in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Der Fall Genf
Cyril­le Salort, Direc­teur du Ser­vice de la for­ma­ti­on con­ti­nue Office pour l‘orientation, la for­ma­ti­on pro­fes­sio­nel­le et con­ti­nue (OFPC), Genf Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Migra­ti­on und Berufs­bil­dung für Erwachsene

2. Juli 2015

Gugliel­mo Boz­zo­li­ni, Geschäfts­lei­ter ECAP Schweiz Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Kaspar Schnei­der, Leiter Sup­por­ted Employ­ment und Nach­hol­bil­dung, AOZ Zürich Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Sicht der Unter­neh­mun­gen auf die Berufs­bil­dung für Erwachsene

15. Sep­tem­ber 2015

Erfah­run­gen der Swisscom
Ruedi Negri, Pro­jekt­lei­ter, Swiss­com Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Erfah­run­gen von Hotel & Gastro formation
Martin Schön­bäch­ler, Rektor, Hotel & Gastro for­ma­ti­on, Weggis Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Finan­zie­rung der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Zwei aktu­el­le Studien

29. Okto­ber 2015

Ange­bo­te gem. Berufsbildungsgesetz
Miriam Frey, B,S,S. Volks­wirt­schaft­li­che Bera­tung 
Prä­sen­ta­ti­on Studie

Möglichkeiten und Gren­zen für die Arbeitslosenversicherung
Martin Stal­der, KEK Bera­tung 
Prä­sen­ta­ti­on Bericht

Bil­dungs­po­li­tik

12. Novem­ber 2015

Podi­ums­ge­spräch
Teil­neh­men­de: Dieter Kläy, Leiter der Berufs­bil­dungs­kom­mis­si­on des kan­to­na­len Gewer­be­ver­ban­des Zürich, Kan­tons­rat FDPRalf Mar­grei­ter, Kan­tons­rat der Grünen, seit zwei Jahren an der Zür­cher KV Busi­ness School zustän­dig für Bil­dungs­be­ra­tung und Lehr­gangs­ent­wick­lung / Bruno Weber-Gobet, zustän­dig für Wei­ter­bil­dungs­po­li­tik beim Gewerk­schafts­dach­ver­band Tra­vail Suisse / Emil Wett­stein, Mode­ra­ti­on Zusam­men­fas­sung

Zürich: 60% der Per­so­nen in der Sozi­al­hil­fe ohne Abschluss

Gemäss Sozi­al­be­richt des Kan­tons Zürich für 2014 haben 60% der Per­so­nen in der Sozi­al­hil­fe im erwerbs­fä­hi­gen Alter keine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung (9229 Per­so­nen zw. 15 und 65), dies bei einem Anteil von 20% ohne Aus­bil­dung bei der Gesamt­be­völ­ke­rung (Bericht, S. 8, 125). «Das Armuts­ri­si­ko hängt stark vom Bil­dungs­ni­veau ab: Mit stei­gen­dem Bil­dungs­ni­veau sinkt das Risiko, unter die Armuts­gren­ze zu fallen oder Leis­tun­gen der Sozi­al­hil­fe bezie­hen zu müssen. Erwerbs­tä­ti­ge ohne Berufs­aus­bil­dung arbei­ten häufig in Tief­lohn­bran­chen und in Teil­zeit­an­stel­lun­gen. Sie sind von wirt­schaft­li­chen Ein­brü­chen beson­ders rasch und dau­er­haft betrof­fen.» (Bericht, S. 52).

Eva­lua­ti­on Vali­die­rungs­ver­fah­ren Kanton Zürich

Das Mit­tel­schul- und Berufs­bil­dungs­amt und das Amt für Jugend und Berufs­be­ra­tung liess eine Eva­lua­ti­on des Vali­die­rungs­ver­fah­rens der beiden Berufe Fach­frau/-mann Gesund­heit EFZ und Fach­frau/-mann Betreu­ung EFZ durchführen.

Kanton Zürich: Berufs­be­ra­tung für Erwach­se­ne ohne Lehr­ab­schluss kostenlos

Anläss­lich der Über­ar­bei­tung der Ver­ord­nung über die Berufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung hat der Regie­rungs­rat die Kos­ten­pflicht für Per­so­nen im Alter von über 20 Jahren auf­ge­ho­ben, sofern diese noch nicht über einen Lehr­ab­schluss ver­fü­gen. Die neue Bestim­mung ist seit 1. März 2014 in Kraft.
(Regie­rungs­rats­be­schluss Nr. 1338/​2013, vgl. www​.rrb​.zh​.ch)

Infor­ma­tik-Lehre für Erwachsene

Der Zür­cher Lehr­be­triebs­ver­band ICT ( ZLI) stellt seine “Lehre für Erwach­se­ne” in einem Facts­heet vor.