Im Aargau werden Erwach­se­ne in der Nach­hol­bil­dung durch Mentor/​innen beglei­tet.

«Sie möchten einen beruf­li­chen Abschluss nach­ho­len, haben aber wenig Geld und wissen nicht, wie Sie Aus­bil­dung und Fami­lie orga­ni­sie­ren sollen? Dann könnte dieses kos­ten­lo­se Ange­bot das Rich­ti­ge für Sie sein!»

Diese Ankündigung kenn­zeich­net die Arbeit im Aar­gau­er Pilot­pro­jekt «Nach­hol­bil­dung für alle», die wir hier dar­ge­stellt haben. Es wurde nun ins nor­ma­le Ange­bot der «Bera­tungs­diens­te für Aus­bil­dung und Beruf Aargau, ask!» über­führt, einem Verein, dem der Kanton Aargau die Berufs­be­ra­tung übertragen hat. Es steht allen Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern des Kan­tons Aargau zur Ver­fü­gung.

15% der Betrie­be mit freien Lehr­stel­len würden auch Erwach­se­ne als Ler­nen­de auf­neh­men.

Im April ruft ask! jeweils die Aar­gau­er Betrie­be an, die im Lehr­stel­len­nach­weis noch offene Lehr­stel­len aus­wei­sen. Dieses Jahr waren es rund 1000 Betrie­be. Erst­mals wurden sie gefragt, ob sie auch Erwach­se­ne auf­neh­men würden. Diese Frage wurde von rund 15% der Betrie­be posi­tiv beant­wor­tet. (Quelle, Seite 2)

Die gute Nach­richt lautet somit: Es stan­den im April 17 im Aargau noch rund 150 Ausbildungsplätze für Erwach­se­ne zur Verfügung.
Die schlech­te: Für Erwach­se­ne ist die Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz rund acht­mal schwie­ri­ger als für Jugend­li­che, den nur 15% aller Betrie­be mit freien Lehr­stel­len ziehen auch erwach­se­ne Bewer­ber in Betracht.

Ent­ste­hung und Ent­wick­lung des Vali­die­rungs­ver­fah­rens im 20. Jahr­hun­dert

Am 29. Novem­ber 2011 führte die Con­fé­ren­ce roman­de de la for­ma­ti­on con­ti­nue eine Tagung zum Thema «Vali­da­ti­on des acquis» durch. Unter ande­rem sprach dort Chris­ti­an Bonvin, Office d’orientation sco­lai­re et pro­fes­si­onnel­le du Valais romand, über die Ent­wick­lung der Vali­die­rung. Er zeigte auf, wie sich der Gedan­ke der Vali­die­rung von Kom­pe­ten­zen im letz­ten Jahr­hun­dert in Kanada, den USA und Frank­reich ent­wi­ckelt hat - mit dem ersten Aus­läu­fer in die Schweiz 1985 in der Form der in Genf rea­li­sier­ten «bilans de com­pé­ten­ces et l’accès à l’enseignement supé­ri­eur». Wie dann in den 90-er Jahren die Arbeit auch in der Schweiz auf­ge­nom­men wurde, nicht zuletzt mit der Rea­li­sie­rung der «recon­nais­sance insti­tu­ti­on­nel­le» (RI) 1997 im Kanton Wallis, basie­rend auf der Zusam­men­ar­beit von Berufs­be­ra­tung und Arbeits­markt­be­hör­de.

Pilot­pro­jekt Inte­gra­ti­ons­vor­leh­re des Bundes: Tagungs­do­ku­men­ta­ti­on ver­füg­bar

Ab 2018 soll die Inte­gra­ti­ons­vor­leh­re Flücht­lin­gen den Ein­stieg in die Berufs­welt erleich­tern und sie auf eine Berufs­leh­re vor­be­rei­ten. Am 27. April 2017 haben das Eid­ge­nös­si­sche Hoch­schul­in­sti­tut für Berufs­bil­dung und das Staats­se­kre­ta­ri­at für Migra­ti­on vor rund 200 Teil­neh­men­den das Pilot­pro­jekt vor­ge­stellt und die damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen beleuch­tet, vgl. Doku­men­ta­ti­on und Medi­en­mit­tei­lung.

Vor­er­st star­tet ein vier­jäh­ri­ges Pilot­pro­gramm mit dem Ziel, 800 bis 1000 Plätze zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Die PH Zürich führt 2017 wieder sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch.

Seit 2014 führt die PH Zürich jähr­li­ch sechs Abend­ver­an­stal­tun­gen zur Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne durch, die anschlies­send meist zusam­men­ge­fasst und publi­ziert werden. Der vor­lie­gen­de Bei­trag listet die 2017 durch­ge­führ­ten Ver­an­stal­tun­gen auf und nennt Links zu Prä­sen­ta­tio­nen und Zusam­men­fas­sun­gen. Zusa­men­fas­sun­gen der Vor­trä­ge und Doku­men­te aus frü­he­ren Jahren finden Sie unter 2016 2015 2014.

Pro­gram­me der Kan­to­ne Bern und Solo­thurn

10. Januar 2017

Der Kanton Bern hat ein Kon­zept zur För­de­rung des Berufs­ab­schlus­ses ent­wi­ckelt, das von der Pro­jekt­lei­te­rin Maja Huber vor­stellt wurde.
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Das Schwei­zer Fern­se­hen hat mehr­fach über ein Ange­bot aus dem Kanton Solo­thurn berich­tet: die Vor­be­rei­tung von Schicht­ar­bei­tern auf den Abschluss als Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker. Weiter ist das Ange­bot des EBZ Olten bekannt. Renato Del­fi­ni, der von Anfang an dabei war, gab eine Über­sicht über die Akti­vi­tät im Kanton Solo­thurn, bei­spiels­wei­se wie es mög­li­ch war, dass der Kan­tons­rat im Rahmen einer Spar(!)debatte die Gebühr für die Zulas­sung zur Nach­hol­bil­dung nicht erhöht, son­dern gestri­chen hat!
Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung

Aus­bil­dungs­chan­cen für Erwach­se­ne in der Arbeits­welt

13. März 2017

Wer eine Berufs­aus­bil­dung nach­ho­len will braucht einen Aus­bil­dungs­platz. Meist sogar zwei: eine Berufs­fach­schu­le und einen Aus­bil­dungs­be­trieb. An diesem Abend ging es um die Frage, welche Unter­neh­men bereit sind, auch Erwach­se­ne in die Aus­bil­dung auf­zu­neh­men. Cäci­lia Märki, Dach­ver­band der Wei­ter­bil­dung SVEB, unter­sucht, welche Betrie­be «Chan­cen­ge­ber» sind, was sie aus­zeich­net und was sie erwar­ten.
Véro­ni­que Polito, Mit­glie­der der Geschäfts­lei­tung der UNIA, die sich seit Jahren mit Berufs­bil­dungs­fra­gen befasst, ver­trat an diesem Abend die Arbeit­neh­mer­sei­te. Prä­sen­ta­ti­on C. Märki Prä­sen­ta­ti­on V. Polito  Zusam­men­fas­sung der beiden Vor­trä­ge

Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne: Neue Ansät­ze in den Kan­to­nen Zürich und Tessin

18. Mai 2017

Der Kanton Zürich ent­wi­ckelt – mit Unter­stüt­zung des Bundes – sein System zum Erwerb von Abschlüs­sen durch Erwach­se­ne weiter. Chris­ti­na Vögtli, MBA Zürich, berich­tet über erste Ergeb­nis­se des von ihr gelei­te­ten Zür­cher Pro­jekts «Nach- und Höher­qua­li­fi­zie­rung auf der Ebene der beruf­li­chen Grund­bil­dung»  Down­load Prä­sen­ta­ti­on

Was läuft eigent­li­ch bezüg­li­ch der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne im Tessin? Dieser Kanton ent­wi­ckelt immer wieder eigene, über­ra­schen­de Ansät­ze, wenn es um die Wei­ter­ent­wick­lung des Bil­dungs­sys­tems geht. Furio Bed­narz, Divi­sio­ne della for­ma­zio­ne pro­fes­sio­na­le, berich­tet (in Deut­sch) vom Tes­si­ner Pro­jekt «Zweite Chance» und ande­ren ein­schlä­gi­gen Mass­nah­men.  Down­load Prä­sen­ta­ti­on

Zusam­men­fas­sung der beiden Vor­trä­ge

Wirk­sa­me Beglei­tung der Ler­nen­den - Vor­stel­lun­gen und Erfah­run­gen

29. Juni 2017

Emil Wett­stein, Berufs­bil­dungs­pro­jek­te, berich­tet ein­gangs über die für «Modell 2025» ange­stell­ten Über­le­gun­gen zur Beglei­tung von Erwach­se­nen wäh­rend der Pla­nung und der ergän­zen­den Aus­bil­dung von Erwach­se­nen auf dem Weg zum Berufs­ab­schluss.
Prä­sen­ta­ti­on Refe­rat (ergänzt) 
Anschlies­send werden zwei Begleit­an­ge­bo­te vor­ge­stellt:

  • Fabi­en­ne Hostett­ler, Rea­li­sAc­tion, beglei­tet im Rahmen von frac Biel-Bienne seit Jahren Erwach­se­ne bei der Rea­li­sie­rung ihrer Berufs­aus­bil­dung, u.a. auch für die Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern (vgl. Vor­trag vom 12. Sep­tem­ber). Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung
  • Mathi­as Zim­mer­mann stellt die «Abend­ein­hei­ten» vor, der Beglei­tung von Erwach­se­nen im Rahmen des Pro­gramms proBIP DUAL in Schlie­ren. Prä­sen­ta­ti­on Zusam­men­fas­sung
Ent­wick­lung und neue Ansät­ze in der Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne

12. Sep­tem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

«2. Chance für eine 1. Aus­bil­dung», ein Pilot­pro­jekt der Stan­ley Thomas John­son Stif­tung Bern. Guido Münzel, Geschäfts­lei­ter der Stif­tung, berich­tet über die ersten 18 Monate nach Start des Pro­jekts und zieht eine erste Zwi­schen­bi­lanz.
Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne aus der Sicht der Berufs­bil­dungs­äm­ter. Beat Schuler, Leiter des Amts für Berufs­bil­dung Zug und Prä­si­dent der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne der Schwei­ze­ri­schen Berufs­bil­dungs­äm­ter-Kon­fe­renz berich­tet aus seinem Kanton und aus der Arbeit der Koor­di­na­ti­ons­grup­pe.

For­schung zum Berufs­ab­schluss für Erwach­se­ne

30. Novem­ber 2017, 17:15 – 19.00 (Ort, Zeit, Anmel­dung)

Das SBFI hat 2016 zwei Unter­su­chun­gen in Auf­trag gege­ben:

  • Bedürf­nis­se der Arbeit­ge­ben­den
  • Befra­gung der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten

Die Pro­jekt­lei­te­rin, Irene Kriesi, EHB, wird berich­ten, welche Erkennt­nis­se zu den Bedürf­nis­sen der Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber gefun­den wurden. Sabina Schmid­lin, across•concept GmbH, und Martin Schmid, PH FHNW, werden die Resul­ta­te der Befra­gung von Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten dar­stel­len.

Job caddie - Unter­stüt­zung bei der Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz, auch für Per­so­nen über 25 Jahren.

Im Raum Zürich unter­stützt «Job Caddie Zürich» seit neun Jahren Per­so­nen bei der Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz, wäh­rend der Aus­bil­dung und beim Berufs­ein­stieg. Gemäss Web­site rich­tet sie sich an Per­so­nen unter 25, doch würden auch ältere unter­stützt, wenn es um die Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz gehe, berich­tet der Co-Leiter, Andrea Ruck­stuhl.

Die von der Schwei­ze­ri­sche Gemein­nüt­zi­ge Gesell­schaft SGG finan­zier­ten Stelle arbei­tet mit rund 130 Men­to­rin­nen und Men­to­ren, koor­di­niert von einer Lei­tung mit 200 Stel­len­pro­zent. Zur­zeit werden rund 400 Per­so­nen betreut, dar­un­ter etwa 20 Erwach­se­ne ab 25 Jahren. «Job Caddie Zürich» ver­steht sich als Ergän­zung der Berufs- und Lauf­bahn­be­ra­tung und wird aktiv nach Abschluss der Berufs­wahl­pha­se.

Viele Erwach­se­ne würden von amt­li­chen Stel­len an «Job Caddie» ver­wie­sen, wes­halb die Finan­zie­rung des Lebens­un­ter­halts wäh­rend der Aus­bil­dung eher selten zum Pro­blem würde. Unter­stüt­zung sei vor allem bei der Suche nach einem geeig­ne­ten Aus­bil­dungs­weg und einem Aus­bil­dungs­platz erfor­der­li­ch. Oft zeige sich auch, dass der Berufs­wah­l­ent­scheid nicht gefes­tigt sei und dass Lücken in den Schul­kennt­nis­sen Pro­ble­me ver­ur­sach­ten.

Job Caddie-Stel­len gibt es seit eini­ger Zeit auch in den Regio­nen Zug und Bern.

Es tut sich was: Hand­buch Beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne, Vali­die­rung Medizinische/​r Praxisassistent/​in EFZ, Pla­kat­wer­bung

Es scheint, dass 2017 Eini­ges in Gang kommt:

  • Das SBFI unter­brei­tet ein «Hand­buch Beruf­li­che Grund­bil­dung für Erwach­se­ne» zur Stel­lung­nah­me (Down­load, Frist bis 15. Mai 2017).
  • Der Kanton Zürich bietet für Inter­es­sier­te aus der ganzen Deutsch­schweiz ein Vali­die­rungs­ver­fah­ren für den Erwerb des Abschlus­ses «Medizinische/​r Praxisassistent/​in EFZ» an. Am 16. März findet/​fand der erste «Obli­ga­to­ri­sche Infor­ma­ti­ons­an­lass» für Inter­es­sier­te statt. (Mehr dazu beim biz Oer­li­kon).
  • Das Lauf­bahn­zen­trum der Stadt Zürich wirbt mit Pla­ka­ten im Welt­for­mat für eine kos­ten­lo­se Bera­tung.

Hoffen wir, dass sich auch finan­zi­ell eini­ges tut: Wer über die nöti­gen Qua­li­fi­ka­tio­nen ver­fügt kann sich diese via Vali­die­rung oder direk­tem Zugang zur Abschluss­prü­fung mit beschei­de­nen Kosten aner­ken­nen lassen. Wer aber einen gros­sen Teil der erfor­der­li­chen Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten zuerst erwer­ben muss, ist auch als Erwach­se­ner meist gezwun­gen eine Berufs­leh­re zu absol­vie­ren. Zwar wird der Lehr­lings­lohn oft etwas ange­ho­ben. Aber es ent­steht trotz­dem ein fünf­stel­li­ges Loch bei der Finan­zie­rung des Lebens­un­ter­halts. Glück­li­ch, wer dieses Loch via Sozi­al­hil­fe oder Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung schlies­sen kann. Viele Inter­es­sier­te schei­tern heute aber an diesem Pro­blem, vor allem wenn sie eine Fami­lie zu ernäh­ren haben!

Wer­be­mit­tel für die West­schweiz

Das Schwei­ze­ri­sches Dienst­leis­tungs­zen­trum Berufs­bil­dung | Berufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung SDBB (Shop) hat zwei sehr anspre­chen­de Wer­be­mit­tel für die West­schweiz her­aus­ge­ge­ben. Beim einen Flyer geht es um die Grund­kom­pe­ten­zen, beim andern um die Aner­ken­nung von Abschlüs­sen. Eine inhalt­li­che Beson­der­heit: Neben der «Vali­da­ti­on des acquis» wird - ent­spre­chend der Tra­di­ti­on in der West­schweiz - sepa­rat die Mög­lich­keit zum «Valo­ri­ser son expé­ri­en­ce pro­fes­si­onnel­le» erwähnt.

Die zweite Bro­schü­re ist übri­gens auch in Deut­sch lie­fer­bar. (Down­load)

Motion (NR) För­de­rung der Grund­kom­pe­ten­zen bei älte­ren Arbeit­neh­men­den

Der Bun­des­rat soll beauf­tragt werden, Mass­nah­men zu ergrei­fen, damit die Kan­to­ne die Grund­kom­pe­ten­zen älte­rer Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer för­dern und die über das WeBiG dafür vor­ge­se­he­nen Gelder beim Bund abho­len. (Motion, Mat­thi­as Aebi­scher und Mit­un­ter­zeich­nen­de, 15.12.16, Geschäft 16.4077)

Update 2.2.17:
In seiner Stel­lung­nah­me vom 1. Febru­ar weist der Bun­des­rat darauf hin, dass die Schweiz im Quer­ver­gleich mit den OECD-Staa­ten bei älte­ren Per­so­nen eine der höchs­ten Erwerbs­tä­ti­gen­quo­ten auf­weist und auch eine beson­ders hohe Teil­nah­me von älte­ren Arbeit­neh­men­den an Wei­ter­bil­dung ver­zeich­net. Er sei sich auch den spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen älte­rer Arbeit­neh­men­der bewusst. In diesem Rahmen werde auch die För­de­rung von Grund­kom­pe­ten­zen the­ma­ti­siert. Im Rahmen der Umset­zung des Wei­ter­bil­dungs­ge­set­zes enga­gie­re sich der Bund gemein­sam mit den Kan­to­nen für den Erwerb und Erhalt von Grund­kom­pe­ten­zen Erwach­se­ner.
Auf­grund der lau­fen­den Arbei­ten erach­tet der Bun­des­rat das Anlie­gen des Motio­närs als erfüllt und bean­tragt darum die Ableh­nung der Motion.

Motion (NR) Sti­pen­dien- und Dar­le­hens­sys­tem für Wei­ter­bil­dungs­mass­nah­men älte­rer Arbeit­neh­men­den

Mit dieser Motion soll der Bun­des­rat beauf­tragt werden, das Sti­pen­dien- und Dar­le­hens­sys­tem für ältere Arbeit­neh­men­de aus­zu­bau­en. (Motion, Mat­thi­as Aebi­scher und Mit­un­ter­zeich­nen­de, 15.12.17, Geschäft 16.4076)

Update 2. 2. 17:
In seiner Stel­lung­nah­me vom 1. Febru­ar weist der Bun­des­rat darauf hin, dass die Schweiz im Quer­ver­gleich mit den OECD-Staa­ten bei älte­ren Per­so­nen eine der höchs­ten Erwerbs­tä­ti­gen­quo­ten auf­weist und auch eine beson­ders hohe Teil­nah­me von älte­ren Arbeit­neh­men­den an Wei­ter­bil­dung ver­zeich­net. Er sei sich auch den spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen älte­rer Arbeit­neh­men­der bewusst und habe darum u.a. das WBF beauf­tragt, bis Ende April 2017 Kon­zep­te für eine all­fäl­li­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von Wei­ter­bil­dun­gen zu ent­wi­ckeln, für gering­qua­li­fi­zier­te Erwerbs­tä­ti­ge und ins­be­son­de­re ältere Arbeit­neh­men­de. Das Instru­ment «Sti­pen­dien und Dar­le­hen» werde aller­dings nicht wei­ter­ver­folgt, da damit die Arbeits­markt­re­le­vanz nicht opti­mal sicher­ge­stellt werden könne und es zudem wei­test­ge­hend in die Zustän­dig­keit der Kan­to­ne falle.
Auf­grund der lau­fen­den Arbei­ten erach­tet der Bun­des­rat das Anlie­gen des Motio­närs als erfüllt und bean­tragt des­halb die Ableh­nung der Motion.

Pos­tu­lat (NR) Wei­ter­bil­dungs­fonds für ältere Arbeit­neh­men­de

Mit diesem Pos­tu­lat soll der Bun­des­rat beauf­tragt werden, Mass­nah­men und Finan­zie­rungs­in­stru­men­te zur Unter­stüt­zung der Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung und der Wei­ter­bil­dung älte­rer Arbeits­kräf­te zu prüfen, wie zum Bei­spiel die För­de­rung von Wei­ter­bil­dungs­fonds, welche Unter­neh­men für ihre Wei­ter­bil­dungs­kos­ten eine gewis­se Ent­las­tung bieten. (Pos­tu­lat von Bea Heim und Mit­un­ter­zeich­nen­den, 15.12.17, Geschäft 16.4058)

Update 2.2.17:
In seiner Stel­lung­nah­me vom 1. Febru­ar weist der Bun­des­rat darauf hin, dass die Schweiz im Quer­ver­gleich mit den OECD-Staa­ten bei älte­ren Per­so­nen eine der höchs­ten Erwerbs­tä­ti­gen­quo­ten auf­weist und auch eine beson­ders hohe Teil­nah­me von älte­ren Arbeit­neh­men­den an Wei­ter­bil­dung ver­zeich­net. Er sei sich auch den spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen älte­rer Arbeit­neh­men­der bewusst und habe darum u.a. das WBF beauf­tragt, bis Ende April 2017 Kon­zep­te für eine all­fäl­li­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von Wei­ter­bil­dun­gen zu ent­wi­ckeln, für gering­qua­li­fi­zier­te Erwerbs­tä­ti­ge und ins­be­son­de­re ältere Arbeit­neh­men­de. Es sollen gering­qua­li­fi­zier­te Erwerbs­tä­ti­ge und ins­be­son­de­re ältere Arbeit­neh­men­de anvi­siert werden.
Denk­ba­re Finan­zie­rungs­in­stru­men­te für die Erhö­hung der Wei­ter­bil­dungs­be­tei­li­gung können Bil­dungs­gut­schei­ne, Mass­nah­men der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sowie die von der Pos­tu­lan­tin vor­ge­schla­ge­nen Bran­chen­fonds sein. Ihr Ein­satz soll nun kon­kre­ti­siert werden.
Auf­grund der lau­fen­den Arbei­ten erach­tet der Bun­des­rat das Anlie­gen der Pos­tu­lan­tin als erfüllt und bean­tragt des­halb die Ableh­nung des Pos­tu­la­tes.

Motion (Kt. Luzern): Nach­hol­bil­dung, Volks­schul­ab­schluss für Erwach­se­ne

Moni­que Frey und Mit­un­ter­zeich­nen­de ver­lang­ten am 31. Dezem­ber 2016 eine Anpas­sung des Volks­schul­ge­set­zes, damit ein Bil­dungs­an­ge­bot für Erwach­se­ne geschaf­fen wird, wel­ches berufs­be­glei­tend auf einen Volks­schul­ab­schluss vor­be­rei­tet, und ein Prü­fungs­ver­fah­ren auf­ge­baut wird, in wel­chem die Leis­tun­gen auf den ver­schie­de­nen Sekun­dar­schul­stu­fen gemes­sen werden können.

Europa: Fach­ta­gung «Vali­da­ti­on of Non-formal and Infor­mal Learning»

Die öster­rei­chi­sche Agen­tur Eras­mus+ Edu­ca­ti­on hat am 9. Novem­ber 2016 eine ECVET-Fach­ta­gung für inter­na­tio­na­le Exper­ten zum Thema «Vali­da­ti­on of Non-formal and Infor­mal Learning» orga­ni­siert. Vertreter/​innen aus meh­re­ren Län­dern (Schweiz, Nie­der­lan­de, Öster­reich, Frank­reich) haben ihre natio­na­len Erfah­run­gen zur Vali­die­rung vor­ge­stellt. Finn­land zum Bei­spiel hat ein Berufs­bil­dungs­sys­tem ent­wi­ckelt, das auf Kom­pe­tenz­punk­ten gemäss dem Modell ECVET beruht.

Quelle: Pan​ora​ma​.news 7.12.16, pyp

Aargau: ask! lan­ciert ein Pilot­pro­jekt um mit Bera­tung die Rea­li­sie­rung einer Nach­hol­bil­dung zu erleich­tern.

Der Teufel liegt im Detail!
Diese ‹Weis­heit› gilt auch für den Erwerb eines Berufs­ab­schlus­ses durch Erwach­se­ne.
Die über­all publi­zier­te Tabel­le mit den vier, fünf oder sieben Wegen zum Berufs­ab­schluss scheint ein­fach und klar. Die Rea­li­sie­rung ver­langt aber ver­schie­den­s­te Ent­schei­de, wie eine Check­list der SBBK für einen der Wege exem­pla­ri­sch zeigt. ask!, die im Auf­trag des Kan­tons Aargau arbei­ten­den Bera­tungs­diens­te für Aus­bil­dung und Beruf, wollen mit dem Ein­satz von Frei­wil­li­gen als Men­to­ren Inter­es­sier­ten helfen, die Hürden bezüg­li­ch Berufs­wahl, Aus­bil­dungs­platz­su­che, Finan­zie­rung usw. zu bewäl­ti­gen, die nur schon bei der Auf­nah­me einer Aus­bil­dung auf­tre­ten. Dazu haben sie das Pilot­pro­jekt «Nach­hol­bil­dung für alle» lan­ciert, gelei­tet von Rafael Furrer. Eine Web­site sowie Merk­blät­ter für Insti­tu­tio­nen und Aus­bil­dungs­wil­li­ge geben einen ersten Ein­druck.

Vali­die­rungs­ver­fah­ren in der beruf­li­chen Grund­bil­dung: Leit­fa­den in der Anhö­rung

Der Leit­fa­den «Vali­die­rung von Bil­dungs­leis­tun­gen» in der beruf­li­chen Grund­bil­dung wurde im Rahmen des Pro­jek­tes Berufs­ab­schluss und Berufs­wech­sel für Erwach­se­ne des SBFI über­ar­bei­tet. Am 21. Dezem­ber 2016 gab das Staats­se­kre­ta­ri­at die über­ar­bei­te­te Fas­sung in die Anhö­rung. Stel­lung­nah­men sind bis 16. März 2017 ein­zu­rei­chen.
Die Unter­la­gen können von www​.sbfi​.admin​.ch/​v​e​r​n​e​h​m​l​a​s​s​ung her­un­ter­ge­la­den werden. Der neue Leit­fa­den soll auf 1.1. 2018 in Kraft gesetzt werden.

In der Ein­lei­tung des Leit­fa­dens wird die Revi­si­on wie folgt umschrie­ben: «Die vor­lie­gen­de Über­ar­bei­tung des Leit­fa­dens zur Vali­die­rung von Bil­dungs­leis­tun­gen in der beruf­li­chen Grund­bil­dung prä­zi­siert ins­be­son­de­re die recht­li­che Grund­la­ge, redu­ziert die Anzahl der Zusatz­do­ku­men­te und führt Rege­lun­gen für andere Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren sowie ent­spre­chen­de Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen ein. Für die Umset­zung der Vali­die­rung von Bil­dungs­leis­tun­gen in den Kan­to­nen erge­ben sich im Ver­gleich zum Leit­fa­den vom Sep­tem­ber 2010 nur gering­fü­gi­ge Ände­run­gen.»

Der Aufbau der revi­dier­ten Fas­sung stimmt mit der Aus­ga­be 2010 über­ein, so dass ein Ver­gleich gut mög­li­ch ist. Er zeigt, dass ver­schie­de­ne Prä­zi­sie­run­gen aus den bis­he­ri­gen Zusatz­do­ku­men­ten in den Leit­fa­den über­nom­men wurden. Wei­ter­hin besteht das Vali­die­rungs­ver­fah­ren aus fünf Phasen, von denen die vierte als «Vali­die­rung» bezeich­net wird. Als Schwer­punkt wird Phase 2 «Bilan­zie­rung» bezeich­net, wobei her­vor­ge­ho­ben wird, dass die Bilan­zie­rung auch wert­voll ist, wenn kein Berufs­ab­schluss ange­strebt wird.

Der Leit­fa­den beschäf­tigt sich aus­schliess­li­ch mit der Aner­ken­nung vor­han­den Qua­li­fi­ka­ti­on. Die Ver­mitt­lung von Qua­li­fi­ka­tio­nen («ergän­zen­de Bil­dung») wird nur am Rande gestreift. Die Beglei­tung, deren Bedeu­tung ja immer mehr erkannt wird, beschränkt sich auf Unter­stüt­zung bei der Erstel­lung der Vali­die­rungs­dos­siers.

Die Arbei­ten am zwei­ten Leit­fa­den, Arbeits­ti­tel «Erwach­se­nen­ge­rech­tes Aus­bil­den und Prüfen», sind eben­falls weit fort­ge­schrit­ten; er soll dem­nächst in die Anhö­rung gehen.

Der Kanton Zürich plant eine Geset­zes­än­de­rung, um die Nach­hol­bil­dung kos­ten­los zu machen.

Im Kanton Zürich wohn­haf­te Erwach­se­ne, die noch einen Berufs­ab­schluss erwer­ben wollen ohne über einen Lehr­ver­trag zu ver­fü­gen, müssen zur­zeit in vielen Fällen einen gros­sen Teil der Kosten für Vor­be­rei­tung selbst berap­pen. Das soll sich ändern: Der Regie­rungs­rat hat am 9. Novem­ber 2016 eine Revi­si­on des Ein­füh­rungs­ge­set­zes zum Bun­des­ge­setz über die Berufs­bil­dung in Ver­nehm­las­sung gege­ben. Wie der Amts­chef des MBA, Marc Kummer, anläss­li­ch einer Tagung von SGAB und PH Zürich am 10. Novem­ber aus­führ­te, sollen die vor­ge­se­he­nen Ände­run­gen - sofern sie den Gesetz­ge­bungs­pro­zess über­ste­hen - unter ande­rem dazu führen, dass der Erwerb eines Abschlus­ses auf allen vier Wegen kos­ten­los wird.

Gemäss RRB geht es aber aus­schliess­li­ch darum, durch Kor­rek­tur von §15d EG den Besuch der Berufs­fach­schu­le kos­ten­los zu machen, unab­hän­gig vom Weg, der gewählt wird: Eine Person wird zum unent­gelt­li­chen Besuch der Berufs­fach­schu­le zuge­las­sen, wenn: 
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sie sti­pen­di­en­recht­li­chen Wohn­sitz im Kanton Zürich hat und sich in Anwen­dung von Art. 31 und 32 der Ver­ord­nung über die Berufs­bil­dung vom 19. Novem­ber 2003 (Berufs­bil­dungs­ver­ord­nung, BBV)1 auf das Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren vor­be­rei­tet.

UPDATE 8. Sept. 2017

In der Ver­nehm­las­sung ist die vor­ge­schla­ge­ne Ände­rung zur För­de­rung der Nach­hol­bil­dung posi­tiv auf­ge­nom­men worden, doch andere Punkt sind umstrit­ten. «Die Geset­zes­än­de­rung folgt des­halb zu einem spä­te­ren Zeit­punkt.» teilt der Regie­rungs­rat in einer Medi­en­mit­tei­lung mit.

Bera­tung reicht für Erwach­se­ne nicht - Beglei­tung ist erfor­der­li­ch

Im «Lauf­bahn-Info des Zür­cher Lauf­bahn­zen­trums» berich­tet Micha­el Milz von einem heute 50-jäh­ri­ger Mann, der sich vor fünf Jahren bera­ten liess, wie er noch einen Berufs­ab­schluss erwer­ben könne. Es wurde ihm gera­ten, dies über den direk­ten Zugang zum QV (oft als Weg über Art. 32 bezeich­net) zu tun. Als er sich bei der Berufs­fach­schu­le für den Unter­richt anmel­den wollte, erfuhr er, er könne seinen Berufs­ab­schluss nur nach­ho­len, wenn er auch eine feste Stelle habe. Seit­her ist dieser Mann auf der Suche nach einer festen Stelle, wie man im Lauf­bahn­zen­trum kürz­li­ch erfah­ren hat. Ein Anruf sei­tens des Bera­ters beim Berufs­in­spek­tor ergab, dass Aus­nah­men mög­li­ch seien.

Wer sich für eine Vali­die­rung anmel­det, der wird beglei­tet. Für Per­so­nen, die einen andern Weg wählen, geschieht dies - so weit ich weiss - nur im Kanton Genf. Das Bei­spiel zeigt, dass kurze oder gar ein­ma­li­ge Bera­tung von Erwach­se­nen, die einen Abschluss nach­ho­len wollen, nicht reicht. Es braucht zwin­gend eine Beglei­tung wäh­rend der Vor­be­rei­tung einer Aus­bil­dung.

Wer’s nicht glaubt ist ein­ge­la­den, sich in eine 30- oder 50-jäh­ri­ge Person mit beschränk­ter Schul­bil­dung zu ver­set­zen, die den ganzen Tag auf einem Bau­platz, an einer Kasse oder in einer Werk­statt arbei­tet, und abends oder am Wochen­en­de ver­sucht, anhand des offi­zi­el­len Merk­blatts zum Nach­ho­len eines Abschlus­ses ihren Weg zu finden. Sie wird u.a. ein­ge­la­den, 19 Fragen zu beant­wor­ten, wovon meh­re­re Behör­den­kon­tak­te erfor­dern.

Bun­des­rat lässt Kon­zep­te für die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von Wei­ter­bil­dung ent­wi­ckeln.

Der Bun­des­rat hat an 9. Novem­ber 2016 das Eid­ge­nös­si­sche Depar­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung WBF beauf­tragt, bis Ende April 2017 Kon­zep­te für die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von Wei­ter­bil­dun­gen zu ent­wi­ckeln und damit zur Umset­zung der Fach­kräft­e­initia­ti­ve bei­zu­tra­gen.
Die Instru­men­te sollen sich an gering­qua­li­fi­zier­te Erwerbs­tä­ti­ge und ins­be­son­de­re ältere Arbeit­neh­men­de rich­ten. Die Erar­bei­tung erfolgt gemein­sam mit den betrof­fe­nen Bun­des­stel­len und unter Ein­be­zug der Sozi­al­part­ner. (Medi­en­mit­tei­lung)

In Deutsch­land exis­tiert bereits eine beein­dru­cken­de Zahl von Pro­gram­men, mit denen auch Erwach­se­nen ermög­licht wird, eine Berufs­aus­bil­dung zu erwer­ben, vgl. unsere Zusam­men­stel­lung

«10vor­10» berich­tet über Per­so­nen ohne Abschluss und die Berufs­bil­dung für Erwach­se­ne.

«10vor­10» vom 18. August (Down­load) berich­tet in einem ersten Bei­trag über die Arbeits­lo­sig­keit von Per­so­nen ohne Abschluss (zur­zeit 9% anstel­le von 4.3% bei allen Erwerbs­tä­tig­kei­ten und beschreibt die Situa­ti­on von einer von rund 2000 jungen Müt­tern ohne Aus­bil­dung, im kon­kre­ten Fall von einer 22-jäh­ri­gen Frau mit einem 6-jäh­ri­gen Sohn, die eine kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung nach­ho­len möchte.
Im zwei­ten Bei­trag wird (einmal mehr) die Aus­bil­dung zum Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker beschrie­ben, die Fraisa Hol­ding ihren Mit­ar­bei­ten­den ermög­licht. Der SGB (Daniel Lam­part) ver­langt mehr Ange­bo­te, das Berner MBA (Theo Ninck) zeigt sich offen und bedau­er­te den gerin­gen Infor­ma­ti­ons­stand der Betrof­fe­nen und die man­geln­de Bereit­schaft der Bran­chen­ver­bän­de, aktiv zu werden.
Georg Shel­don ver­weist auf die Ursa­chen des sin­ken­den Stel­len­an­ge­bots für Unge­lern­te. Der Anteil unge­lern­ter Arbeits­kräf­te ist in Indus­trie und Gewer­be von 48% im Jahr 1980 auf 24% im Jahr 2010 gesun­ken (FAI Uni Basel).

Gros­ser Rat Basel-Stadt: För­de­rung der Nach­hol­bil­dung

Fran­zis­ka Rein­hart und Mit­un­ter­zeich­nen­de ver­wei­sen auf die Anstren­gun­gen zur För­de­rung der Berufs­ma­tu­ri­tät und fragen am 29. Juni 2016 den Regie­rungs­rat:
1. Welche Ange­bo­te für Nach­hol­bil­dung das Berufs­bil­dungs­ge­setz zulässt und welche ent­spre­chen­den Möglichkeiten im Kanton Basel-Stadt dafür bereits bestehen.
2. Ob er bereit ist, die Nach­hol­bil­dung im Kanton Basel-Stadt zu fördern, ins­be­son­de­re auch auf diese Möglichkeit mit ver­mehr­ter Öffentlichkeitsarbeit auf­merk­sam zu machen.
3. Ob er bereit ist, das Ange­bot an den Berufs­schu­len mit spe­zi­fi­schen Klas­sen für Nach­hol­bild­ner zu erwei­tern und ins­be­son­de­re auch spe­zi­fi­sche Deutsch­kur­se für fremd­spra­chi­ge Ein­stei­ge­rin­nen in die Nach­hol­bil­dung anzu­bie­ten.
4. Welche finan­zi­el­len Mittel zur Förderung der Nach­hol­bil­dung beim Bund und Kanton zur Verfügung stehen.
(Anzug 16.5315)